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Michael Rechsteiner
Quelle: ZVG

PersonMichael Rechsteiner

Michael Rechsteiner ist nicht zu beneiden. Der Mischkonzern General Electric (GE) ist in der grössten Krise seiner 137-jährigen Geschichte, und Rechsteiner muss in der Schweiz bereits den dritten Stellenabbau durchführen, seit der US-Konzern das Kraftwerksgeschäft von Alstom im Jahr 2015 übernommen hat. Ursprünglich sollten dieses Mal 450 Jobs an den Standorten Baden und Birr abgebaut werden, nach den Verhandlungen mit den Gewerkschaften sind es noch 220. Weitere 190 Jobs sind bereits durch natürliche Fluktuation verschwunden – macht im Lauf der Jahre zusammen rund 3000 Stellen, die Rechsteiner eliminieren musste. Jetzt hofft GE, den Tiefpunkt hinter sich zu haben: Der 56-jährige Rechsteiner ist vorsichtig optimistisch, dass aufgrund der Marktlage kein weiterer Stellenabbau mehr erforderlich sei, ja der Markt sich sogar leicht erholen könnte. So will er 30 Millionen Franken in das Werk in Birr investieren.

Rechsteiner ist ein Industrieveteran, seit 2007 war er bei Alstom, seine Karriere startete der ETH-Maschineningenieur mit St. Galler MBA-Abschluss bei ABB. Seit diesem Jahr sitzt er zudem im Verwaltungsrat der Swisscom. Ihm billigen Beobachter als einzigem VR-Mitglied das nötige Kaliber zu, Präsident Hansueli Loosli zu beerben. Der muss statutengemäss spätestens zur Generalversammlung 2021 abtreten.

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