1. Home
  2. Politik
  3. Chinesen nehmen Devisenmarkt ins Visier

Korruption
Chinesen nehmen Devisenmarkt ins Visier

Peking: In Chinas Finanzbranche herrscht offenbar Wildwest wie im Verkehr. Keystone

Chinas Regulierungsbehörden nehmen sich den Devisenmarkt vor. Nach den gewaltigen Kurseinbrüchen an den Märkten im Sommer stehen die Finanzaufseher unter Druck.

Veröffentlicht am 29.09.2015

Die chinesischen Behörden wollen im Kampf gegen Korruption den Devisenmarkt stärker kontrollieren. Das Risikokontrollsystem der staatlichen Devisenbehörde sei ein wesentlicher Bestandteil, um gegen Bestechung vorzugehen, erklärte die Zentrale Kommission für Disziplinkontrolle. Es sei ein wichtiges Ziel in diesem Jahr, dieses System voll umzusetzen.

Chinas Finanzaufseher sind nach den gewaltigen Kurseinbrüchen Mitte Juni unter Druck geraten. Seitdem gehen die Behörden auch verstärkt gegen Finanzmarktteilnehmer vor.

Oberster Richter vor den Schranken

Zugleich wurde bekannt, dass sich ein ehemaliger Richter des Obersten Volksgerichts wegen Bestechungsvorwürfen verantworten muss. Chinas Präsident Xi Jinping hat die Bekämpfung der weit verbreiteten Korruption in der Volksrepublik seit seinem Amtsantritt deutlich vorangetrieben.

(reuters/chb)

Anzeige