Drei weitere Namen sind am Dienstag der Liste von möglichen SVP-Bundesratskandidaten hinzugefügt worden: Die SVP Schaffhausen schlug der parteiinternen Findungskommission Hannes Germann und Thomas Hurter vor; die SVP Bern präsentierte Albert Rösti.

Alle drei Kandidaten waren bereits im Vorfeld als mögliche Kandidaten gehandelt worden. Der Vorstand der SVP Schaffhausen hatte den Entscheid für Germann und Hurter am Montagabend einstimmig gefällt, wie die Partei am Dienstag mitteilte. Der Vorstand der SVP Bern entschied sich am Dienstagabend für Rösti.

Berner wollen Auswahl sicherstellen

An der Vorstandssitzung sei vor allem darüber diskutiert worden, ob die Berner Sektion einen Vorschlag machen solle, da doch bereits eine Bernerin und ein Berner im Bundesrat sitzen, sagte die Geschäftsführerin der SVP Kanton Bern, Aliki Panayides, nach der Sitzung auf Anfrage. Der Vorstand habe sich schliesslich zugunsten eines Vorschlags an die Findungskommission entschieden, weil sie der Meinung sei, die SVP-Bundeshausfraktion solle zwischen mehreren Kandidaten auswählen können. Zudem sei Albert Rösti ein guter Kandidat. Die SVP-Fraktion entscheidet schliesslich, wer für die SVP bei den Bundesratswahlen antritt.

Anzeige

Die SVP Schaffhausen begründete ihre Wahl in einer Mitteilung damit, dass «die beiden renommierten Bundespolitiker durch ihre parlamentarische Erfahrung und Vernetzung sowie ihre beruflichen Leistungsausweise die Voraussetzungen für das Amt des Bundesrates mitbringen». Sowohl Germann als auch Hurter «politisieren auf der SVP-Linie». Die beiden Kandidaten genössen bei der Bevölkerung «sehr hohes Ansehen». Zudem wäre Schaffhausen «mit seinem national höchsten SVP-Stimmenanteil durchaus ein repräsentativer Bundesratskanton».

Vier Deutschschweizer Kandidaten

Mit Rösti, Hurter und Germann liegen der SVP-Findungskommission nun die Namen von vier Deutschschweizer Kandidaten vor. Bereits nominiert worden ist von der Aargauer Kantonalpartei der Nationalrat Hansjörg Knecht.

Im Kanton Waadt dürfte am 11. November Nationalrat Guy Parmelin an einem Parteitag nominiert werden. Die SVP Graubünden wird voraussichtlich am 12. November nachziehen. Der Bündner Nationalrat Heinz Brand gilt als einer der Favoriten. Die SVP lässt den Kantonalparteien bis am 13. November Zeit, ihre Kandidaten offiziell vorzuschlagen. Die Bundeshausfraktion entscheidet am 20. November, mit welchem Kandidaten sie den zweiten Sitz im Bundesrat einfordern will. Die Wahl des Bundesrats findet am 9. Dezember statt.

(sda/mbü)