2014 haben sich knapp drei Viertel aller Stellungspflichtigen – 73,5 Prozent – als tauglich für den Dienst in Militär oder Zivilschutz herausgestellt. 61,6 Prozent müssen in die RS einrücken und 11,9 Prozent das Zivilschutz-Tenue fassen. Das sind weniger als 2013.

Insgesamt prüften die sechs Rekrutierungszentren im vergangenen Jahr 40'860 Stellungspflichtige auf Herz und Nieren, wie das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) am Dienstag meldete. 38'898 erhielten den definitiven Entscheid. Die restlichen wurden zurückgestellt.

165 taugliche Frauen

23'957 oder 61,6 Prozent der Eingeteilten werden die Reihen der Armee auffüllen. Knapp 3500 davon dienen durch, leisten ihren Militärdienst also am Stück. Von den 211 Frauen, die sich freiwillig stellten, erwiesen sich 165 als militärdiensttauglich und 26 als dienstuntauglich. Der Rest wurde zurückgestellt oder zog sich zurück.

4637 Wehrpflichtige und damit 11,9 Prozent erfüllen ihre Pflicht am Vaterland im Zivilschutz. Gar nicht einrücken müssen 10'304 als medizinisch untauglich eingestufte Personen – 25,6 Prozent. 2013 waren 76,6 Prozent diensttauglich; 63,6 Prozent fürs Militär und 13 Prozent für den Zivilschutz.

Wehrtaugliche Landbewohner

Am tauglichsten für den Wehrdienst erwiesen sich einmal mehr die Stellungspflichtigen aus den ländlichen Kantonen. Mit 79,2 Prozent für den Militärdienst Ausgehobenen schwang Obwalden obenaus, gefolgt von Nidwalden (77 Prozent).

Am anderen Ende der Rangliste finden sich der Jura und Zürich. Im Jura wurden 48,7 Prozent zum Militärdienst tauglich erklärt, in Zürich 48,8 Prozent. 2013 hatte Zürich den geringsten Anteil Militärdiensttauglicher aufgewiesen, allerdings lag der Wert damals noch über der 50-Prozent-Marke.

640 wurden als zu gefährlich eingestuft

640 Stellungspflichtige dürfen keinen Militärdienst leisten, da sie als allzu gefährlich eingestuft wurden. Wie das VBS mitteilte, will die Armee mit der Sicherheitsprüfung sicherstellen, dass Personen, die ein mögliches Risiko für die Umwelt darstellen können, keine Armeewaffe in die Finger bekommen.

Die Untauglichkeit hat nach VBS-Angaben körperliche, psychische oder aus beiden Faktoren gemischte Ursachen. Bei den körperlichen Gründen sind Rücken-, Gelenk- und Konstitutionsprobleme die häufigsten. Auf psychischem Gebiet sind mangelnde psychische Belastbarkeit, depressive Verstimmungen und Drogenkonsum die häufigsten Ausschlussgründe.

(sda/ise/ama)

 

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