Im Kanton Nidwalden werden 2017 die Gemeinden mit 19,8 Millionen Franken aus dem Finanzausgleich unterstützt. Knapp 11 Millionen Franken leisten daran Hergiswil, Stansstad und neu auch wieder die Gemeinde Stans.

Stans sei durch den geringeren Finanzkraftindex der Gemeinde Hergiswil wieder als Gebergemeinde hinzugekommen, teilte die Nidwaldner Staatskanzlei am Donnerstag mit. Stans und Stansstad bezahlen als einzige Gemeinde in den Finanzausgleich ein und erhalten kein Geld.

Schulen profitieren

Sieben der elf Nidwaldner Gemeinden (Beckenried, Buochs, Dallenwil, Emmetten, Ennetmoos, Oberdorf und Wolfenschiessen) erhalten im Finanzkraftausgleich total 9,9 Millionen Franken. Beitragsberechtigt sind Gemeinden, die eine gewisse Finanzkraft oder eine Mindesteinwohnerzahl nicht erreichen.

Vom Normausgleich Schule profitieren die Schulgemeinden Beckenried, Buochs, Dallenwil, Ennetbürgen, Ennetmoos, Oberdorf und Wolfenschiessen. Die Finanzausgleichsmitteln betragen 8,9 Millionen Franken.

Wildbäche und Naturkatastrophen

Der kleinste der drei Finanzauslgeichstöpfe ist der für Wildbachverbauungen und Naturkatastrophen. Er wird an jene Gemeinden entrichtet, deren Aufwand den durchschnittlichen Aufwand aller Gemeinden je Einwohner übersteigt und beläuft sich auf 0,88 Millionen Franken. Beiträge erhalten die Gemeinden Beckenried, Buochs, Dallenwil, Ennetmoos, Hergiswil und Wolfenschiessen.

Anzeige

Die Einzahlungen in den Finanzausgleich verringern sich gegenüber dem Vorjahr um 3,1 Millionen Franken auf 19,8 Millionen Franken. Der grosse Rückgang gegenüber dem Finanzausgleich 2016 sei auf die ausserordentlichen Steuererträge im Rechnungsjahr 2015 zurückzuführen, heisst es.

Verbesserte Pro-Kopf-Verschuldung

Die elf Nidwaldner Gemeinden schlossen 2016 mit einem Ertragsüberschuss von 9,7 Millionen Franken ab, wie aus der ebenfalls am Donnerstag veröffentlichten kantonalen Finanzstatistik hervorgeht. Das waren 1,9 Millionen mehr als im Vorjahr. Budgetiert war ein Minus von 800'000 Franken. Die Verbesserungen sei zur Hälfte auf den höheren Nettosteuerertrag, den Finanzausgleich und höhere Grundstückgewinnsteuern zurückzuführen.

Verbessert haben sich die Gemeinden auch bei der Pro-Kopf-Verschuldung: Diese liegt im Durchschnitt bei 892 Franken und damit 201 Franken tiefer als 2015. Die höchste Nettoschuld pro Einwohner weist Wolfenschiessen auf, Hergiswil hat das höchste Nettovermögen.

(sda/me)