Die Zahlen der täglichen Corona-Neuinfektionen haben diese Woche den Höchststand vom letzten April überschritten. Wie die «NZZ am Sonntag» schreibt, ist eine zweite Corona-Welle schon seit Juli ein Thema beim Bund. Gemäss Protokollen der Telefonkonferenzen zwischen dem BAG und den Kantonsärzten, die der Zeitung vorliegen, erarbeitete der Bund im Juni «eine Liste der kritischen Infrastrukturen im Hinblick auf mögliche Schliessungen von Regionen oder Gemeinden im Rahmen einer 2. Welle».

Gegenüber der «NZZ am Sonntag» präzisiert der Bund: «Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz prüft in Zusammenarbeit mit weiteren zuständigen Stellen, wie bei einem allfälligen lokalen oder regionalen Lockdown gewährleistet werden kann, dass Betreiber von kritischen Infrastrukturen beziehungsweise systemrelevante Unternehmen ihren Betrieb möglichst aufrechterhalten können.» Wann und wie ein solcher Lockdown verhängt werden könnte, bleibt jedoch offen.

 

Wie verschiedene Quellen der Zeitung bestätigen, arbeiten der Bund, die Kantone und die wissenschaftliche Covid-Task-Force an einer sogenannten Winterstrategie. Diese wurde schon im Sommer in Angriff genommen, wie auch den Protokollen zu entnehmen ist. «Wir bereiten die Massnahmen für eine zweite Welle vor», informierte der Bund die Kantonsärzte im Sommer.  

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(gku)