Die chinesischen Exporte sind im August schneller gewachsen als erwartet. Sie kletterten um 25,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie die Zollbehörde am Dienstag in Peking mitteilte.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Plus von 17,1 Prozent gerechnet, nach einem Wachstum von 19,3 Prozent im Juli. Die Ausfuhren profitierten zuletzt von der stärkeren Nachfrage in Industrieländern. Allerdings kämpften die Exporteure mit höheren Rohstoff- und Frachtkosten sowie logistischen Engpässen. Staus in Häfen wie Ningbo sorgten für weiter gestörte Lieferketten.

Auch die Importe übertrafen die Erwartungen der Analysten. Sie erhöhten sich um 33,1 Prozent. Hier hatten Experten mit einer Zunahme von 26,8 Prozent gerechnet, nach plus 28,1 Prozent im Juli.

Zuletzt hatte es einige schwache Konjunktur-Daten gegeben. So schrumpfte Chinas Industrie erstmals seit April 2020 und auch die Dienstleister mussten kräftig Einbussen wegstecken.