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Elektrokonzern
ABB kommt nicht auf Wachstumskurs

ABB: Die Auftragseingänge 2016 sanken um 8 Prozent. Keystone

ABB hat 2016 erneut weniger Umsatz erzielt. Beim Konzerngewinn konnte die Industriegruppe dagegen die Talfahrt der Vorjahre stoppen. Der Enthusiasmus der Anleger ist begrenzt.

Veröffentlicht am 08.02.2017

Der auf Elektrotechnik und Automation ausgerichtete Industriekonzern ABB hat 2016 - wie schon in den vorangegangenen Geschäftsjahren - einen rückläufigen Umsatz verzeichnet. Die Einnahmen gingen diesmal um 5 Prozent auf 33,8 Milliarden Dollar zurück.

Im vierten Quartal 2016 sank der Umsatz laut einer Mitteilung des Konzerns vom Mittwoch um 3 Prozent auf rund 9 Milliarden Dollar. Als Gründe für diese Entwicklung gibt ABB die schwierigen Marktbedingungen sowie zeitliche Effekte bei grossen Industrievorhaben an.

Konzernergebnis stärker

Beim Konzerngewinn konnte die Industriegruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr dagegen die Talfahrt der Vorjahre stoppen. Das Konzernergebnis legte um 2 Prozent auf rund 2 Milliarden Dollar zu. Der Verwaltungsrat schlägt eine Dividendenerhöhung um 0.02 Franken auf 0.76 Franken je Aktie vor. Das reichte den Anlegern offenbar nicht - im frühen Handel verloren die Titel deutlich.

In den vorangegangen Geschäftsjahren musste Konzernchef Spiesshofer immer wieder Umsatz- und Gewinnrückgänge vermelden. So brachen 2015 die Einnahmen um 11 Prozent auf 35,5 Milliarden Dollar und der Konzerngewinn um 25 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar ein. 2014 ging es beim Umsatz um 5 Prozent auf 40 Milliarden Dollar und beim Konzernergebnis 7 Prozent auf 2,6 Milliarden Dollar nach unten.

Auftragseingänge sanken

Für das laufende Geschäftsjahr lässt das ABB-Management einen besseren Geschäftsverlauf durchblicken - spricht aber dennoch von einem Übergangsjahr. Die makroökonomischen Signale aus den USA seien weiter positiv. Für China erwartet ABB ein fortgesetztes Wachstum.

Allerdings gebe es auch zahlreiche Unsicherheiten, wie die geopolitischen Spannungen in der Welt sowie den Brexit. ABB sei allerdings «bereit für weitere Partnerschaften und Zukäufe, falls sich 2017 etwas ergibt», sagte Spiesshofer an der Medienkonferenz.

Die Auftragseingänge 2016, die gewissen Aufschluss für künftige Umsätze geben, sanken laut Communiqué aber um 8 Prozent auf 33,4 Milliarden Dollar.

(sda/reuters/tno/me)

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