Die ABB plant, ihr Turbolader-Geschäft Accelleron auszugliedern und es im Oktober an die Schweizer Börse zu bringen.

Die ABB-Aktionäre werden eine Accelleron-Aktie für je 20 ABB-Aktien als Sachdividende erhalten, teilte das Schweizer Unternehmen am Mittwoch mit. Der Abspaltungsplan muss noch von den Aktionären bei einer ausserordentlichen Generalversammlung im September genehmigt werden.

ABB plant die Trennung von Acceleron schon seit Monaten, hatte jedoch im März eine Entscheidung aufgrund der volatilen Aktienmärkte vertagt. Letzten Monat verschob der Konzern ebenfalls wegen der Marktverwerfungen den Börsengang der Sparte für die Aufladung von Elektroautos im Wert von 750 Millionen Dollar (734 Millionen Euro).

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Turboladertechnologie für grössere Diesel- und Gasmotoren

Accelleron liefert Turboladertechnologie für grössere Diesel- und Gasmotoren, die in der Schifffahrts-, Energie- und Eisenbahnindustrie eingesetzt werden. Turbolader optimieren die Leistung dieser Motoren und tragen zur Senkung ihrer CO2-Emissionen bei. Der Geschäftsbereich, der rund 2200 Mitarbeiter beschäftigt, erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von 756 Millionen Dollar bei einer operativen Marge von 25 Prozent.

ABB-Chef Björn Rosengren restrukturiert den Züricher Industriegiganten mit Veräusserungen und Abspaltungen, nachdem der Druck der Aktionäre zur Steigerung der Rentabilität zugenommen hatte. Ende letzten Jahres schloss das Unternehmen den Verkauf der mechanischen Antriebseinheit Dodge für 2,9 Milliarden Dollar ab.

(bloomberg/gku)