Der Trend ist eindeutig: Viele Schweizer verbringen diesen Sommer ihre Ferien hierzulande. Das spürt auch der grösste Zimmervermittler der Welt, Airbnb. In der Schweiz sind die Zahl der gebuchten Nächte im Mai 2020 mehr als doppelt so hoch wie im Mai vergangenen Jahres, schreibt der amerikanische Konzern in einer Mitteilung. 

Das bestätigt: Sind die Zahlen im März während des Lockdowns eingebrochen, hat sich in den letzten Wochen eine Erholung bemerkbar gemacht. Kathrin Anselm, DACH-Chefin bei Airbnb, erklärt: «Nach mehreren Monaten in den eigenen vier Wänden möchten die Menschen wieder verreisen. Dabei möchten sie aber auch die nähere Umgebung entdecken.

Wenige hundert Kilometer weit

Auch beim grossen Nachbarn Deutschland zeichnet sich der gleiche Trend bei der Buchung von Airbnb-Wohnungen oder Zimmern wie in der Schweiz ab.

Dort liegen die Zahlen im Mai sogar 60 Prozent höher als im Vorjahr. Airbnb hat eine Umfrage unter den Nutzern in Deutschland gemacht. Drei von fünf Befragten geben an, eine Reise in der Nähe ihres Wohnorts zu bevorzugen, schreibt das Unternehmen. Es heisst in der Mitteilung: «Seit Beginn der Pandemie ist der Anteil von Buchungen von Reisen, die mit einer Tankfüllung bewältigt werden können, von einem Drittel im Februar auf über die Hälfte im Mai gestiegen.»

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(tdr)

Sharing Economy war gestern: Schweizer Zahlen zur Krise von Airbnb

Der Einbruch ab März war massiv. Doch die Nachfrage bei den Zimmerbuchungen zieht schon wieder an. Manche Anbieter stiegen wohl dennoch aus. Mehr dazu hier