Asmallworld (ASW), die Aktie des Social-Media-Netzwerks mit Glamourfaktor, fristet an der Börse ein Schattendasein. Das Handelsvolumen ist selbst für ein kleines Unternehmen flau. An der SIX gibt es immer wieder Tage, an denen keine einzige Aktie den Besitzer wechselt. An der Frankfurter Börse sieht es noch trauriger aus: Tage mit Umsätzen sind ­inzwischen die Ausnahme. Allein vom 10. bis zum 26. Mai wurde dort keine einzige Asmallworld-Aktie gehandelt.

Seit letztem Herbst verliert das Papier kontinuierlich an Wert. Zuletzt rutschte der Kurs unter die 2.70-Franken-Marke. Noch im April 2018 war die Aktie, die mittels Direct Listing vereinfacht an die Börse kam, 22 Franken wert. Patrick Liotard-Vogt hält 68,7 Prozent der Anteile.

Zum Verkauf geraten

Sogar die deutsche Website Aktiencheck.de scheint die Hoffnung aufgegeben zu haben und rät zum Verkauf. Monatelang pushte die Website die Asmallworld-Aktie im Vorjahr mit euphorischen Analysen und Facebook-Vergleichen.

Im August erstattete die deutsche ­Börsenaufsicht BaFin eine Anzeige wegen Marktmanipulation. Diese bezog sich auf den Handel mit Asmallworld-Aktien. Wie die zuständige Staatsanwaltschaft Frankfurt auf Anfrage mitteilt, «dauern die Ermittlungen weiterhin an».

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