Beim Kauf von Brot werden Konsumentinnen und Konsumenten zuweilen getäuscht: Viele Brote wiegen weniger als die 500 Gramm oder das Kilogramm, als das sie verkauft werden. Dies hat der Schweizerische Eichdienst festgestellt.

Die Eichmeister der Kantone überprüften im vergangenen Jahr rund 6000 Brote in 363 Betrieben. Sie untersuchten, um wie viel jeweils zehn Brote des gleichen Gewichts und der gleichen Brotsorte vom Soll-Gewicht abweichen.

63 Betriebe mussten beanstandet werden, wie das Eidgenössische Institut für Metrologie (METAS) mitteilte. Dies sind mehr als 17 Prozent der kontrollierten Betriebe oder rund jeder sechste Laden. Insgesamt wurde bei rund 12 Prozent der Stichproben ein falscher Wert gemessen.

Toleranzwert um das Doppelte überschritten

Exakt 500 Gramm oder ein Kilogramm müssen Brote nicht wiegen: Es gibt einen Toleranzwert. Bei einem Kilogramm Brot liegt die Minustoleranz bei 15 Gramm. Bei den kontrollierten Broten wurde diese Toleranz teilweise um mehr als das Doppelte überschritten. Solche Brote dürften eigentlich nicht ohne neue Deklaration verkauft werden.

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Das Brotgewicht war ein Schwerpunkt der zuständigen Aufsichtsbehörden im vergangenen Jahr. Der Schweizerische Eichdienst prüfte und eichte im Jahr 2012 insgesamt 150'000 Messmittel. Der Eichdienst besteht aus den kantonalen Aufsichtsbehörden, den kantonalen Eichämtern, dem Institut für Metrologie und den ermächtigten Eichstellen.

(rcv/vst/sda)