Die mehr als 100-jährige Perronhalle des Bahnhofs Basel muss erneuert werden – und zwar ziemlich subito. «Bei fortschreitender Korrosion sind die Tragsicherheit und die Stabilität der Perronhalle gefährdet», heisst es in der dieser Tage veröffentlichten Bauausschreibung.

Die Sanierung der Perronhalle wird 2018 beginnen und drei bis vier Jahre dauern. Sie wird 25 Millionen kosten. Dabei wird der Korrosionsschutz erneuert und defekte Tragelemente ersetzt. Zudem sollen neue Taubennetze und eine «normgerechte» Beleuchtung installiert werden. Die Arbeiten erfolgen bei laufendem Betrieb. Die SBB rechnen mit minimalen Beeinträchtigungen.

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Grösster Grenzbahnhof Europas

Der Bahnhof Basel ist mit 100'000 Passagieren der grösste Grenzbahnhof Europas. Die Perronhalle wurde zwischen 1902 und 1904 gebaut. Sie zählt damit zu den wenigen, noch aus der Gründerzeit stammenden Perronhallen. Nach der Sanierung soll sie für weitere 60 Jahre ihren Dienst versehen. Der Sanierungsbedarf des Bahnhof Basels steht nicht alleine da. Die SBB plant Verbesserungen in der ganzen Schweiz für viele Milliarden Franken.

Sorgenkind Schienennetz

Jahrelang ist das Schweizer Schienennetz zu wenig unterhalten worden. Gleichzeitig hat die Belastung durch das grössere Bahnangebot stark zugenommen. Um die steigenden Unterhaltskosten in den Griff zu bekommen, sollen in den nächsten vier Jahren über 13 Milliarden Franken investiert werden. Lange sei der Ausbau stärker gewichtet worden als der Unterhalt. Es werde deshalb noch Jahre dauern, bis der Rückstand wettgemacht sei, räumte Philipp Gauderon, Leiter SBB Infrastruktur, am Dienstag an einer Medienkonferenz in Zürich-Altstetten ein.

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