Fast 100 Mil­liarden Dollar verwaltete die Partners Group per Ende Juni 2020. Es ist Geld von reichen Privatpersonen, vor allem aber Geld von institutionellen Investoren, namentlich Pensionskassen.

Im Klartext: Was die Partners Group tut oder lässt, geht uns alle etwas an. Ob ihre Anlagen performen oder nicht, hat einen Einfluss auf unsere Renten. Mehr noch: Weil die Zuger Gesellschaft ab nächster Woche in den erlauchten Kreis der zwanzig SMI-Unternehmen gehört, sind die allermeisten von uns direkt oder indirekt an der Partners Group mitbeteiligt. Höchste Zeit also für einen Blick darauf, was unter dem Dach des Unternehmens so alles versammelt ist.

Aktien, Schuldpapiere, Immobilien, Infrastruktur

Knapp die Hälfte der gegen 100 Milliarden Dollar Assets hat die ­Partners Group in direkte Aktien-Beteili­gungen an nicht kotierten Unternehmen gesteckt. Rund ein Viertel steckt in Schuldpapieren. Der Rest verteilt sich auf Investments in Immobilien und Infrastrukturen wie zum Beispiel Windparks.

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Eine wichtige Rolle im Portfolio der ­Zuger spielt das Gesundheitswesen. So ist die Partners Group an diversen Ketten für Veterinärmedizin, Augenoptik oder für kosmetische Behandlungen beteiligt. In Frankreich gehört ein Betreiber für Labore dazu, in den USA ein Anbieter für Physiotherapien mit rund 500 Standorten.

Auffällig ist, dass sich die Partners Group oft an Projekten beteiligt, die noch nicht realisiert sind. So gehört sie in Aus­tralien zu einem Konsortium, das im Bundesstaat Victoria ein Metro-Netz realisieren will, zusammen mit dem Staat.

Auch diverse Wind- oder Solarparks, bei denen das Unternehmen dabei ist, sind noch nicht realisiert oder noch nicht fertig gebaut. Ähnliches gilt auch für Immobilien­in­vest­ments: Nicht nur fertige Ge­bäude gehören zu den Assets, sondern auch Entwicklungsprojekte wie et­wa das Project Forte in ­Madrid und Barcelona, das insgesamt 18 Bürotürme realisieren will.

Die wohl bekann­teste Beteiligung der Partners Group ist der ­deutsche Spielfigurenhersteller Schleich mit einem Umsatz von zuletzt gut 200 Millionen Euro. Die lebensechten Tier- und Fantasiefiguren aus Schwäbisch Gmünd werden in über 60 Ländern und rund 40'000 Läden verkauft. Kaum ein Kinderzimmer kommt ohne eine ­Figur von Schleich aus.

Kurz: Mit Partners Group kommt ordentlich Diversity in den SMI.

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