Nestlé hat sein Sortiment nach Produkten durchforstet, deren Namen rassistische Stereotypen bedienen.

Nun werden mehrere Produkte umgetauft, unter anderen die Schokolademarke «Beso de Negra» von Nestlé Kolumbien («Kuss einer schwarzen Frau») sowie die Süssigkeit «Red Skins» in Australien («Rothaut»). Auch die Logos werden angepasst.

Die Glacéspezialität Eskimo Pie, die Nestlé über ein Joint-Venture in den USA vermarktet, erhält ebenfalls einen neuen Namen.

Neben Nestlé verzichten auch andere grosse Lebensmittelkonzerne auf problematische Produktenamen. Mars gibt der Reismarke Uncle Ben’s einen neuen Namen, Pepsico tauft seinen Brand «Aunt Jemima» – eine Pfannkuchenmischung – um.

Eine Folge von «Black Lives Matter»

Die Konzerne reagieren mit den Massnahmen auf die Debatte über Rassismus und ethnische Diskriminierung, die in den USA ihren Anfang nahm.

Das Thema ist durch den gewaltsamen Tod von George Floyd in den Vordergrund gerückt. Der Afroamerikaner starb bei einer Polizeikontrolle in den USA. Dies war Auslöser für Unruhen und Massendemonstrationen in den USA und vielen anderen Ländern – auch in der Schweiz fanden solche «Black Lives Matter»-Demonstrationen statt.

(bloomberg/mbü)