Wer in einer Gemeinde mit Hausservice lebt und bis anhin mit einem Steckschild seine Postgeschäfte erledigte, habe künftig zwei Möglichkeiten, schreibt die Post in einer Mitteilung: Bestellungen über das Internet mit Smartphone, Tablet und PC oder den «Bestellstift». Dieser ist nicht mit dem Internet verbunden.

Mit dem Bestellstift können Kunden Briefe und Pakete versenden, Briefmarken bestellen, Bargeld beziehen und Rechnungen bezahlen.

Kommunikation über Tieffrequenz-Funknetz

Der Bestellstift sendet Daten über das LoRaWAN-Netz (Long Range Wide Area Network) von Swisscom. Dies sei ein Tieffrequenz-Funknetz für das Internet der Dinge, schreibt die Post. Die dabei auftretende Strahlenbelastung sei vergleichbar mit derjenigen einer Wetterstation und erreiche bei maximaler Sendeleistung etwa das Niveau eines herkömmlichen WLAN-Routers.

«Gegenwärtig deckt das Low Power Network ca. 97 Prozent der Schweizer Bevölkerung ab», heisst es weiter. «Die Post stellt den Bestellstift auf Wunsch allen Kunden in Hausservicegebieten ab Herbst 2020 kostenlos zur Verfügung.» Der Bestellstift läuft mit einer Batterie, die laut Post eine Lebensdauer von bis zu zehn Jahren hat.

Pilotversuch seit Herbst 2019

In Belp, Schattdorf, Landquart und Montreux ist der Bestellstift im Rahmen eines Pilotversuchs schon seit Herbst 2019 im Einsatz. Und hat sich offenbar bewährt. Besonders ältere Menschen, dürften sich besser damit zurechtfinden als mit Online-Dienstleistungen.

(gku)