Inmitten der Gespräche im Handelsstreit mit den USA hat China eine weitere Öffnung für Banken und Versicherer zugesagt. Dazu würden in Kürze zwölf Massnahmen erlassen, teilte die zuständige Aufsichtsbehörde am Mittwoch mit, ohne einen konkreten Zeitrahmen dafür zu nennen. Dazu zähle eine Lockerung der Auflagen zur Gründung einer Banken-Sparte in China und zum Aufbau von Filialen sowie im Handel mit der Landeswährung Yuan.

China hatte bereits mehrfach angekündigt, den Finanzsektor zu öffnen. Damit will die Führung in Peking unter anderem das Angebot an Finanz-Produkten und -Dienstleistungen verbessern und angesichts der Konjunkturabkühlung für mehr Stabilität in dem Bereich sorgen.

Die USA und die EU fordern seit längerem eine Lockerung der chinesischen Restriktionen für ausländische Firmen und einen gleichberechtigten Marktzugang. Dies ist auch Teil des von US-Präsident Donald Trump angefachten Handelstreits mit China. Er wirft der Volksrepublik unfaire Handelspraktiken und Beschränkungen für ausländische Unternehmen sowie Diebstahl geistigen Eigentums vor.

Handelsgespräche von USA und China auf nächste Woche vertagt

China und die USA haben ihre Verhandlungen im Handelsstreit ohne Ergebnis auf nächste Woche vertagt. US-Finanzminister Steven Mnuchin twitterte am Mittwoch, die Gespräche mit dem chinesischen Vize-Ministerpräsidenten Liu He in Peking seien produktiv gewesen. «Wir werden unsere Gespräche nächste Woche in Washington fortsetzen.» Dort hoffen die Beteiligten, eine Einigung in dem Konflikt zu erreichen. Details wurden allerdings nicht genannt.

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US-Präsident Donald Trump stört sich am riesigen Defizit seines Landes im Handel mit China. Er wirft der Volksrepublik unfaire Handelspraktiken und Beschränkungen für ausländische Unternehmen sowie Diebstahl geistigen Eigentums vor. Zuletzt hatten beide Seiten von Fortschritten gesprochen. Insidern zufolge gibt es aber noch einige Knackpunkte, die weiterhin offen seien, etwa ein Mechanismus, der dafür sorgt, dass ein Deal zwischen beiden Ländern auch umgesetzt werden muss.

Ausserdem sei der Zeitplan zur Aufhebung der erlassenen Sonderzölle noch strittig. Beide Seiten haben sich mit milliardenschweren Strafabgaben überzogen, was Lieferketten von Konzernen durcheinanderbringt und Investoren an den Finanzmärkten verunsichert hat.

Die USA fordern zudem - ebenso wie die EU - eine Lockerung der chinesischen Restriktionen für ausländische Firmen und einen gleichberechtigten Marktzugang.

(reuters/mlo)