Das Europageschäft der UBS wird künftig von einer Frau geleitet. Christine Novakovic übernimmt zum 1. September den Vorstandsvorsitz bei UBS Europe, wie die Schweizer Großbank am Dienstag mitteilte.

Sie folgt auf Thomas Rodermann, dessen Vertrag nicht verlängert wurde und der Ende November aus dem Institut ausscheiden wird. Die 55-Jährige übernehme in ihrer Funktion auch die Rolle der Länderchefin für Deutschland und Österreich. Zudem bleibe sie wie bisher verantwortlich für das Vermögensverwaltungsgeschäft der UBS in Europa, dem Nahen Osten und Afrika.

In einem Bericht des «Handelsblatt» hatte es im Frühjahr geheissen, Hintergrund für das Ausscheiden Rodermanns sei ein Machtkampf mit Novakovic. Die UBS erklärte dazu nun, die beiden Manager hätten zu jedem Zeitpunkt einen «respektvollen und professionellen Umgang» miteinander gepflegt.

Die aus Südtirol stammende Novakovic hat Stationen bei mehreren Banken hinter sich und arbeitete auch ein paar Jahre als Kunsthändlerin. Nach einer ersten Tätigkeit bei der UBS in Frankfurt Anfang der Neunziger war sie bei der zum italienischen Geldhaus UniCredit gehörenden HypoVereinsbank und bei der Citibank tätig. Seit 2011 arbeitet sie wieder für das Schweizer Institut.

Gesteuert wird das Europageschäft der Schweizer aus Frankfurt heraus. An der Einheit, die von der Europäischen Zentralbank (EZB) beaufsichtigt wird, hängen knapp ein Dutzend weitere Landeseinheiten. Zuletzt hatte die UBS etwa wegen des bevorstehenden EU-Ausstiegs Grossbritanniens Teile ihrer Investmentbank von London nach Frankfurt verlagert.

(reuters/mlo)

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