Zürich ist als Stadt der Banken und Versicherungen bekannt. Die Schweizer Wirtschaftsmetropole ist nebst der Finanzbranche aber noch in anderen Sektoren stark. Nicht zufällig hat Google hier seinen zweitwichtigsten Standort aufgezogen. Und so entwickelt sich Zürich auch zu einem führenden europäischen Standort für Rechencenter: In fünf bis zehn Jahren wird die Stadt zu den zehn wichtigsten Daten-Hubs auf dem Kontinent zählen.

Dies geht aus einer neuen Studie des Beratungsunternehmens Cushman & Wakefield hervor.

Danach dürfte sich die Rechenkapazität aller Center im Grossraum Zürich in diesen fünf bis zehn Jahren in etwa verdoppeln – von heute 62 auf 117 Megawatt. Zürich zählt damit neben Berlin, Reykjavik, Warschau und Oslo zu den Aufsteigern auf dem Kontinent; am meisten Daten fliessen weiterhin über die führenden Standorte London, Paris, Frankfurt, Amsterdam und Dublin.

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Die Zürcher Branche ist breit zusammengesetzt: Grosse internationale Anbieter wie Equinix, Colt, Interxion sind mit Centern vertreten, und auch Microsoft und Google unterhalten Standorte. Es gibt aber auch grosse einheimische Betreiber wie Green. Demnächst wird zudem das US-Unternehmen Vantage einen Campus eröffnen.

Die Immobilienfirma SPG Intercity beobachtet seit längerem ein starkes Interesse von Cloud-Anbietern an Zürich: «Die Schweiz bietet ein hervorragendes Glasfasernetz sowie höchste Datensicherheit, und Zürich ist ein sehr attraktiver Standort mit innovationsfreundlicher Wirtschaftspolitik», schreibt Natalia Ignatova von SPG Intercity in einer Mitteilung.

(mbü)