An der Wall Street hat am Mittwoch ein Medienbericht für Aufsehen gesorgt, wonach fünf Pharmakonzerne von der US-Regierung für die Finalrunde auf der Suche nach einem Corona-Impfstoff ausgesucht wurden.

Die «New York Times» berichtete unter Berufung auf hochrangige Regierungsvertreter, der künftige Impfstoffproduzent werde wahrscheinlich aus dem Kreis dieser Unternehmen ausgewählt. Von dem Blatt genannt wurden Moderna, AstraZeneca in Verbindung mit der Universität Oxford, Johnson & Johnson, Merck & Co. und Pfizer.

Indirekt steckt hier auch eine gute Botschaft für Lonza: Der Basler Konzern würde den Impfstoff von Moderna industriell produzieren. Wie Lonza-Präsident Albert M. Baehny dieser Tage bekanntgab, will Lonza noch in diesem Jahr in der Lage sein, den Moderna-Impfstoff mRNA-1273 in Visp und Portsmouth (New Hampshire) in grossem Stil herzustellen.

Die Kurse schiessen in die Höhe

Moderna-Titel lagen 2,3 Prozent im Plus, die in den USA gelisteten Papiere von AstraZeneca 0,7 Prozent. Auf der Verliererseite standen dagegen Inovio Pharmaceuticals und Novavax, die jeweils mehr als 13 Prozent einbrachen.

Beide Unternehmen arbeiten ebenfalls an einem Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus. Dem Pressebericht zufolge zählen sie aber nicht zu den Favoriten der US-Regierung. Das gelte ebenso für den französischen Sanofi-Konzern.

Der Zeitung zufolge wird die Entscheidung über die Endrundenauswahl vom Präsidialamt in den kommenden Wochen bekanntgemacht. Sowohl vom Weissen Haus als auch vom Gesundheitsministerium war dazu zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

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(reuters/mbü)