Daniel Vasella, Taktgeber bei Novartis von 1996 bis 2013, scheint seine neue Spielwiese als Verwaltungsrat von jungen Biotechunternehmen gefunden zu haben. Der bald 67-Jährige wird Verwaltungsrat des Startups Topadur, wie das Unternehmen mitteilt. Das Jungunternehmen, angesiedelt im zürcherischen Biotech-Hotspot Schlieren, geht in diesen Tagen mit einem Medikament in die klinische Entwicklung, das bei Patienten mit chronischen Wunden die Wundheilung ermöglichen soll.

«Ich bin überaus glücklich über diese Wahl», sagte Reto Naef, Verwaltungsratspräsident und CEO des preisgekrönten Startups. Vasellas «visionäre Führung» sei beeindruckend und mit seinem medizinischen Hintergrund – Vasella ist ausgebildeter Arzt – ergänze er den Verwaltungsrat «genau zum richtigen Zeitpunkt».

Vasella ist seit einiger Zeit als Verwaltungsrat von Jungunternehmen in der Schweiz aktiv. Im Oktober vergangenen Jahres stieg er bei Numab ein, wo er seit März diesen Jahres auch investiert ist. Das Jungunternehmen aus Wädenswil ist im heiss umkämpften Feld der Immunonkologie tätig und vor wenigen Tagen in eine Zusammenarbeit mit dem deutschen Pharmakonzern Boehringer Ingelheim eingetreten.

Zudem ist Vasella seit Dezember bei Immunos Therapeutics engagiert. Auch hier geht es um Immuntherapien gegen Krebs.

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In Texas kassierte Daniel Vasella Millionen

Gutes Geld verdiente Vasella mit als Investor beim texanischen Biotech-Unternehmen XBiotech. Das Unternehmen aus Texas konnte Ende des Jahres für bis zu 1,35 Miliarden Dollar einen Antikörper an Janssen verkaufen, die Forschungstochter von Johnson & Johnson. Der Kurs des Unternehmens schoss um mehr als 75 Prozent in die Höhe. Gemäss Recherchen der  BILANZ verdiente Vasella an einem Tag fast drei Millionen Dollar.

(rai)