Der Schweizer Schokoladenkonzern Barry Callebaut hat eine Schokolade entwickelt, die hitzeresistent ist. Der Schmelzpunkt für spezielle helle und dunkle Schokolade liegt bei den neuen Rezepturen nun um vier Grad Celsius höher als üblich, teilt die Firma auf ihrer Webseite mit. Damit schmilzt die Schokolade erst bei 38 Grad.

Grund für die Neuentwicklung ist die steigende Nachfrage in wärmeren Weltgegenden, teil Barry Callebaut mit. Das Rezept stellt der Konzern seinen Kunden zur Verfügung, die daraus neue, beständigere Schokolade herstellen können.

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Stärkstes Wachstum in heissen Ländern

In der Vergangenheit gab es bereits Versuche, hitzebeständigere Schokolade herzustellen. Doch die Experimente kamen bei den Konsumenten nicht an – vor allem wegen des Geschmack. Dieses Problem will Barry Callebaut mit der Neuentwicklung gelöst haben. «Der Geschmack ist überaus wichtig. Darauf haben wir uns konzentriert; der Geschmack hatte für uns absolute Priorität. Wir besitzen jetzt Tools, die sich geschmacklich so gut wie gar nicht vom Original unterscheiden», sagt Projektleiterin Elien van Steen.

Laut Marktforschungsinstitut Euromonitor wird der Schokoladenmarkt in Asien, Lateinamerika und dem Mittleren Osten sowie Afrika bis 2019 um mehr als 50 Prozent auf 48 Milliarden Dollar anwachsen. Dies im Gegensatz zu lediglich 15 Prozent Wachstumauf dann 74 Milliarden Dollar in Westeuropa und Nordamerika.

Auch Nestlé macht Dampf

Barry Callebaut liegt bei der schmelzfesten Schokoladen momentan noch in Führung. Die Konkurrenz fährt aber im Windschatten mit: So hat Nestlé gemäss der Nachrichtenagentur Bloomberg ebenfalls ähnliche Schokolade entwickelt, die bis zu 40 Grad aushält – erste Produkte sollen bereits in drei Jahren erhältlich sein. Nestlé steht unter anderem hinter der Schokoladen-Marke Cailler.