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In den USA werden weniger Autos verkauft

Chevrolet, eine Marke von General Motors: 5 Prozent weniger verkauft als im Vorjahr. Keystone

Viele grosse Autobauer müssen in diesem Jahr in den USA Federn lassen. Dafür gibt es mehrere Gründe. Besonders hart betroffen sind Ford und VW. Nach oben ging es dafür bei Fiat-Chrysler.

Veröffentlicht am 01.09.2016

Die meisten grossen Autohersteller haben in den USA zuletzt weniger Fahrzeuge verkauft als noch vor einem Jahr. So ging der Absatz bei General Motors (GM) im August um 5,2 Prozent auf rund 256'000 Autos zurück, wie die Opel-Mutter am Donnerstag mitteilte. Der einheimische Rivale Ford brachte mit knapp 215'000 Auslieferungen 8,4 Prozent weniger an die Kunden. Toyota reichte mit gut 213'000 verkauften Autos fast an Ford heran, musste aber ein Minus von fünf Prozent hinnehmen.

Die Verkäufe von VW brechen indes im Zuge der Abgasaffäre weiter ein. Der Absatz sank um mehr als neun Prozent auf rund 29'000. Die Tochter Audi konnte dagegen trotz des Abgasskandals ihre Verkäufe um 2,5 Prozent auf gut 19'000 Fahrzeuge steigern. Noch etwas deutlicher gegen den Trend nach oben entwickelte sich der in den USA weitaus stärker vertretene Konzern Fiat-Chrysler: Hier rollten drei Prozent mehr Fahrzeuge (knapp 197'000) aus den Autohäusern.

Auslaufende Anreize

Experten rechnen branchenweit mit einem Minus von bis zu fünf Prozent und gehen davon aus, dass der Verkaufsboom seinen Höhepunkt überschritten hat. So macht sich der US-Riese GM schon jetzt keine Hoffnungen mehr, im Gesamtjahr an den Verkaufsrekord in den USA von 2015 mit fast 17,5 Millionen Fahrzeugen heranzukommen.

Grund für die nachlassende Euphorie der Kunden sind Experten zufolge unter anderem auslaufende Verkaufsanreize. Im Juli bereits hatte es überraschende Rückgänge bei den Auslieferungen gegeben.

(sda/gku)

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