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  2. Diese vier Spin-Offs der ETH Zürich könnten Furore machen

Startups
Die ETH Zürich bleibt ein Sprungbrett für Firmengründer

The main building of the Swiss Federal Institute of Technology, ETH, in Zurich, Switzerland, on June 28, 2018. (KEYSTONE/Christian Beutler)

ETH Zürich: Letztes Jahr nahmen hier besonders viele Unternehmen ihren Anfang.

Quelle: © KEYSTONE / CHRISTIAN BEUTLER

Noch nie hat die ETH so viele neue Unternehmen hervorgebracht wie 2018. Hier sind vier besonders vielversprechende Spin-Offs.

Veröffentlicht am 04.01.2019

An der ETH Zürich entstehen so viele Geschäftsideen wie noch nie: Letztes Jahr sind aus der Forschungstätigkeit an der Hochschule 27 Unternehmen hervorgegangen. Das ist ein neuer Rekord. Die beiden Technischen Hochschulen Zürich und Lausanne konnten zusammen letztes Jahr rund 50 Spin-Offs vorweisen. «Wir sind damit ein Leuchtturm in Europa», sagt Detlef Günther, Vizepräsident Forschung und Wirtschaftsbeziehungen an der ETH.

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Fast die Hälfte der 27 Spin-Offs sind in der Informatik und der Kommunikationstechnologie tätig. Acht der Jungunternehmen entwickeln medizinische Anwendungen. Der klare Fokus auf die Medizin und die Datenwissenschaften überrascht wenig, schliesslich gehören diese beiden Felder zu den Spezialitäten der ETH Zürich.

Der Erfolg der Startups wird sich zwar erst in einigen Jahren weisen. Die ETH hat aber bereits einige sehr bekannte Unternehmen hervorgebracht: Alleine im letzten Jahr sammelten beispielsweise die Startups Climeworks, Verity Studios und Beekeeper zweistellige Millionen-Franken-Beträge bei Investoren ein. Und der Sensorenhersteller Sensirion – gegründet von ETH-Forschern – startete erfolgreich in den Schweizer Börsenhandel.

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Es herrscht Gründergeist in den Hochschulhallen: Immer mehr Unternehmen entstehen an der Hochschule.

Quelle: ETH Zürich

Hier sind vier spannende Unternehmen, die 2018 gegründet wurden:

Lumendo

Lumendo bringt Zahnfüllungen zum Leuchten: Das Startup entwickelt medizinische Füllstoffe, die in Implantaten für Knochen verwendet werden. Die Geschäftsidee leuchtet ein: Lichtaktive Stoffe könnten bei Operationen Medizinern die Arbeit wesentlich erleichtern. Lumendo hat seinen Sitz bei Lausanne und forscht in Zürich.

Sevensense

Das Jungunternehmen will Roboter mobil machen: Sevensense ermöglicht es intelligenten Maschinen, sich etwa in Supermärkten, Flughäfen oder Bahnhofen zu orientieren. Die Roboter können dank Sevensense mit verschiedenen Kameras, GPS-Sendern und hochentwickelten Bewegungsmeldern und weiteren Geräten kommunizieren – für seine Technologie verwendet Sevensense unter anderem Künstliche Intelligenz. Das Spin-Off zählt auf die Unterstützung des Wyss Centers vom Berner Milliardär Hansjörg Wyss sowie der Gebert Rüf Stiftung.

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Breit aufgestellt: Besonders in der Medizin und den Datenwissenschaften entstehen viele Geschäftsideen.

Quelle: ETH Zürich

Positrigo

Positrigo baut kleine und günstige Gehirnscanner. Die Firmengründer sehen einen riesigen Bedarf für ihr Produkt: Wegen der Alterung der Bevölkerung erkranken immer mehr Menschen an Demenz. Nur fehlen derzeit erschwingliche Geräte, um die Krankheit einfach zu erkennen. Positrigo kann bei diesem Problem Hand bieten – mit seinem preiswerten Thomographiesystem. Vom innovativen Sanner liess sich sogar « Forbes» überzeugen: Das US-Wirtschaftsmagazin nahm die beiden Firmengründer in seine Liste der vielversprechendsten jungen europäischen Wissenschaftlern auf – der «30 Under 30 Europe 2018».

Scailyte

Die Software von Scailyte analyisert einzelne menschliche Zellen – und durchforscht diese riesige Datenmenge nach Mustern, die auf Erkrankungen hinweisen. Eine derartige Zellanalyse hat mit bisherigen Methoden mehrere Wochen gedauert. Die Computeranwendung von Scailyte bewerkstelligt dies bereits in zwei bis drei Tagen. Das Geschäftsmodell stösst auf Anklang: Das Startup hat 2,75 Millionen Franken Kapital von Investoren erhalten.

(mbü)