Gefühlt trifft man in Grossbritanniens Hauptstadt alle 100 Meter auf einen «Pret». Mittags stürmt die Arbeiterschar der Dienstleistungsgesellschaft die Filialen des heimischen Schnell­verpflegers. Das Angebot ist messerscharf auf eine moderne urbane Kundschaft ausgerichtet. Zubereitet werden die Sandwiches, Wraps, Suppen und Salate frisch und vor Ort, vieles ist bio und das meiste weniger ungesund als bei der Konkurrenz.

Firmenchef Clive Schlee hat die Marke Pret A ­Manger in den vergangenen 15 Jahren zur vielversprechendsten globalen Fastfood-Alternative aufgebaut. Inzwischen zählen die Briten rund 450 Shops in sechs Ländern, 80 davon in den USA. Seit 2008 hält die ­britische Private-Equity-Firma Bridgepoint 50 Prozent. Weitere 25 Prozent gehören der Investmentbank ­Goldman Sachs, den Rest teilen sich die beiden Gründer Sinclair Beecham und Julian Metcalfe.

Pret-Logo wurde in der Schweiz geschützt

Jetzt zeichnet sich ein neuer Expansionsschub ab: In mehreren Ländern wurde das Pret-Logo geschützt, Mitte Juli auch in der Schweiz. Unter anderem wird der «Betrieb von Restaurants und Catering» als Zweck im Markenregister aufgeführt. Auf Anfrage schreibt eine Sprecherin zwar, man habe «im Moment keine Schweizer Eröffnungen in der Pipeline». Doch das muss nicht heissen, dass man keine Standorte scannt.

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Das Unternehmen hat wohl keine Wahl. Denn im Frühling wurde publik, dass der Schnellverpfleger an die Börse strebt. Damit Anleger anbeissen, braucht Pret A Manger neues Wachstum in Märkten mit einer zahlungskräftigen Kundschaft. Zwei Milliarden Franken könnte die Marke laut Experten wert sein.

 

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