Das Ziel jedes Managers muss es sein, mit seinem Unternehmen ein möglichst ansprechendes bis sehr gutes Betriebsergebnis zu erwirtschaften. Ein möglichst gutes Betriebsergebnis allerdings ist nicht in allen Branchen mit gleichem Aufwand zu erreichen, da bestehen zwischen den einzelnen Wirtschaftszweigen doch zum Teil erhebliche Unterschiede. Nimmt man die aktuellen Ergebnisse der Dun & Bradstreet/«Handelszeitung»-Top-500-Liste genauer unter die Lupe, so stellt man deutliche Differenzen in den Ebit-Margen fest. Es gibt Branchen, die normalerweise Ebit-Margen (das Betriebsergebnis ausgedrückt in Prozent des Umsatzes) zwischen 1 und 5% erwirtschaften. In anderen Wirtschaftszweigen sind hingegen 20% oder gar 30% durchaus üblich.

Welches sind die rentabelsten Geschäftsbereiche? Zu den Industriezweigen, in denen Ebit-Margen von über 30% erwirtschaftet werden können, zählen die Dienstleistungen. Swiss Prime Site beispielsweise erarbeitete 2007 eine Ebit-Marge von 151%, PSP Swiss Property Group von 86%, die Intershop Holding von 57% und die Mobimo Holding von knapp 47%. Ebenfalls als «sehr gut» können die Ebit-Margen in der Medizinaltechnik bezeichnet werden. Synthes Holding sowie Nobel Biocare kommen beide auf rund 33%, gefolgt von Straumann mit 28% und der Medisize Holding mit 12,8%.

Positive Zahlen kommen auch aus dem Bereich Energieversorgung/-verteilung. Hier steht die CKW-Gruppe mit einer Ebit-Marge von 29% an der Spitze, knapp gefolgt vom Elektrizitätswerk der Stadt Zürich mit 28%, den Kraftwerken Vorderrhein AG (24%) und den St.Galler Stadtwerken mit knapp 23%.

Auch im Bereich der Bergbahnen können Ebit-Margen erzielt werden, die zwischen 15 und 20% liegen; so etwa weist die Jungfraubahn-Holding eine Ebit-Marge von 21% aus, die Davos-Klosters-Bergbahnen kommen auf 19,6%; die Bergbahnen Engelberg-Trübsee-Titlis erzielten eine Ebit-Marge von 16% und die Zermatt-Bergbahnen weisen 14% für das vergangene Jahr aus.

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In der Maschinenindustrie sind ebenfalls Ebit-Margen von 10 bis 20% möglich, wie Burkhardt Compression (21%), ABB (14%), Trumpf Maschinen (13%) und Komax mit 12,4% beweisen.

In zahlreichen weiteren Branchen kommen einzelne Firmen auf durchaus erfreuliche Margen, meist sind es aber nur ein oder zwei Unternehmen, die innerhalb eines Wirtschaftszweiges Top-Werte liefern und obenauf schwingen. Die übrigen Betriebe müssen sich meist mit eher bescheideneren Margen begnügen.