Die Dolder Hotel AG habe das vergangene Geschäftsjahr 2020 trotz Corona, «insgesamt zufriedenstellend meistern» können, schreibt die Firma in einer Mitteilung.

Dass es aber sogar einen kleinen Gewinn von 30'229 Franken gab, liegt am erneuten Forderungsverzicht des Hauptaktionärs Urs Schwarzenbach. Nach 28 Millionen Franken im Vorjahr erliess Schwarzenbach dem Hotelbetreiber dieses Mal Forderungen in der Höhe von gut 14 Millionen Franken. Schon für das Geschäftsjahr 2018 hatte Schwarzenbach auf 12 Millionen Franken verzichtet.

37 Prozent weniger Umsatz

Auf die ersten zwei sehr vielsprechenden Monate folgten mit dem Lockdown ab Mitte März signifikante Umsatzeinbussen, so die Betrieberfirma. Dieser Umsatzrückgang habe alle Bereiche des Dolder Grand betroffen. So brachen die Übernachtungszahlen massiv ein, da internationale Reisen und Anlässe nicht stattfinden konnten.

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Ab Juli und bis Dezember stieg das Geschäftsaufkommen allmählich wieder an, so das Traditionshaus. In der zweiten Jahreshälfte konnten so knapp 70 Prozent des Vorjahresumsatzes erreicht werden. Gesamthaft nahm der Ertrag im Berichtsjahr um 37 Prozent ab.

Kurzarbeit für das gesamte Personal

Das die Zahlen vor dem Verzicht des Patrons dennoch besser ausfielen als im Vorjahr, lag unter anderem an der «unbürokratisch und rasch bewilligten Kurzarbeit für das gesamte Personal ab März 2020», schreibt das Dolder Grand. «Die Kurzarbeitsentschädigungen des Bundes ermöglichten es dem Betrieb, die Mitarbeiterschaft weiterhin zu beschäftigen und auf Entlassungen zu verzichten.»

Das Hotel kam laut Mitteilung 2020 auf 31’563 Logiernächte (Vorjahr: 54’811), und der durchschnittliche Zimmerpreis erhöhte sich dank der gestiegenen Nachfrage nach Suiten und Longstay-Aufenthalten auf 770 Franken (Vorjahr: 717 Franken).

(gku)