Die Dolder Hotel AG hat im vergangenen Geschäftsjahr 2019 weniger Umsatz erzielt. Nach den sehr erfolgreichen Jahren 2017 und 2018 sei 2019 «durchzogen» gewesen, schreibt die Firma in einer Mitteilung.

Dass der Gewinn dennoch von 70'000 Franken auf gut 80'000 Franken stieg, liegt am erneuten Forderungsverzicht des Hauptaktionärs Urs Schwarzenbach. Nach 12 Millionen Franken im Vorjahr erliess Schwarzenbach dem Hotelbetreiber dieses Mal Forderungen in der Höhe von über 28 Millionen Franken.

Der Verzicht umfasste einmalige Abschreibungen auf das Projekt Dolder Waldhaus sowie auf Investitionen im Dolder Grand und Amortisationen.

Weniger Logiernächte und tiefere Preise

Die durchschnittliche Auslastung der Zimmer betrug 56 Prozent (Vorjahr: 62 Prozent). Die Zahl der belegten Zimmer lag bei 36'000 (Vorjahr: 39’000). Das Hotel kam auf 55’000 Logiernächte (Vorjahr: 59’000) und der durchschnittliche Zimmerpreis belief sich auf 717 Franken (Vorjahr: 728 Franken).

Der negative Verlauf in der Beherbergung liege primär in der Abnahme der Longstay-Gäste aus dem Nahen Osten begründet, so das Dolder. Der Geschäftsgang in diesem Segment sei insbesondere in den Vorjahren sehr erfolgreich verlaufen.

Arbeitszeitreduktion um fast 80 Prozent

In der Corona-Krise bleibe die Dolder Hotel AG «stets optimistisch». Durch Kurzarbeit liege die durchschnittliche Arbeitszeitreduktion für die Gesamtbelegschaft bei fast 80 Prozent. Eine Entspannung der aktuellen Lage und die damit verbundene Rückkehr der Gäste werde indes Zeit beanspruchen.

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(gku)