Die Privatbank EFG International bezahlt im Steuerstreit mit den USA eine satte Busse. Um nicht strafrechtlich verfolgt zu werden, bezahlt sie knapp 30 Millionen Dollar. Das ist eine der höchsten Bussen, welche Banken bisher bezahlten.

Die Bank hat mit einem tieferen Betrag gerechnet, wie sie in der Mitteilung vom Donnerstag schreibt. Zurückgestellt hatte sie lediglich 10,8 Millionen Dollar.

Die Differenz führt die Bank auf das Verhalten einiger Kunden zurück. Diese hätten «Massnahmen ergriffen, die mit den EFG International vermittelten Informationen nicht konsistent waren», schreibt EFG International.

Dass die Bank Steuersünder unter ihren Kunden hat, war für sie aber keine Überraschung. Sie hat sich selbst in die dafür vorgesehene Kategorie 2 eingeteilt.

(sda/ccr)

Sehen Sie in der Bildergalerie unten, welche Banken zur Beilegung des US-Steuerstreits bislang am meisten Busse zahlen mussten:

 

Diese Banken büssten im Steuerstreit am meisten

1|10

Diese zehn Schweizer Banken haben zur Beilegung des US-Steuerstreits bisher am meisten gezahlt*:Bank Coutts: 78 Millionen Dollar Busse, bekannt gegeben am 23. Dezember 2015.*Banken der Kategorie 1 und 2. Die Kategorie 2 ist für Banken mit US-Kunden, die Steuerdelikte begangen haben. Automatisch der Kategorie 1 zugeordnet wurden jene Banken, gegen die bereits ein Strafverfahren läuft.