Im Schweizer Automarkt gibt es mittlerweile einige Autos «im Abo» zu haben. Und zwar von verschiedenen Anbietern wie etwa dem Startup Carvolution, aber auch der Onlinehändler Digitec Galaxus oder Autoimporteure mischen in diesem relativ neuen Markt mit.

Nun hat das Vergleichsportal Comparis in einer Analyse den Schweizer Markt genauer unter die Lupe genommen und Preisvergleiche angestellt. Fazit: Auto-Abos sind günstiger als Leasing. Bei acht von neun analysierten Angeboten kostet ein Abo weniger oder gleich viel wie ein Leasing inklusive Betriebskosten bei einer Nutzungsdauer von drei Jahren. Der Unterschied von Abo zu Leasing ist eindeutig: Beim Abo ist die Versicherung, Service, Reparaturen, Reifen, Steuern und sogar die Autobahn-Vignette zu einem fixen Preis dabei. 

Partner-Inhalte
 
 
 
 
 
 

Es gibt schon Abos ab 350 Franken

Für Andrea Auer, Mobilitäs-Expertin von Comparis, liegen die Gründe für die Verbreitung der Auto-Abos auf der Hand: «Das hohe Mass an Flexibilität macht es für Kunden zusätzlich attraktiv.» Beim Abo könne der Kunde das Auto nach einer Mindestlaufzeit von sechs Monaten ohne Zusatzkosten zurückgeben, sagt Auer.

Das günstigste Abo erhalten Kunden übrigens beim Startup Carify. Kunden bezahlen für einen Renault Clio monatlich 349 Franken (inklusive 1750 Kilometer), sofern sie das Auto für mindestens sechs Monate abonnieren. 

Zum Vergleich: Für die Leasing-Rate eines Renault Clio TCe 100 (Laufleistung: 20’000 Kilometer pro Jahr) bezahlen Autofahrer zwar nur 269 Franken monatlich, hinzu kommen jedoch durchschnittliche Betriebskosten von 181 Franken im Monat über drei Jahre. Abo-Bezüger sparen damit über hundert Franken. 

Es wird noch mehr Abos geben

Im deutschen oder amerikanischen Markt gibt es Auto-Abos schon eine Weile, in der Schweiz nahmen sie vor allem im vergangenen Jahr an Fahrt auf. «Das Autoabo-Modell steckt in der Schweiz marktanteilsmässig noch in den Kinderschuhen. Es wird jedoch in den nächsten Jahren an Fahrt aufnehmen», prognostiziert Auer. Sie vermutet, dass nicht nur Startups in Zukunft ein Angebot in der Schweiz lancieren, sondern auch die grossen Autobauer wie Daimler oder Porsche

(tdr)