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Familienglück in Schwyz
Erstes Schweizer «Ava-Baby» ist zur Welt gekommen

Ava Bracelet
Ava-Armband: Zeichnet Ruhepuls, Hauttemperatur, Herzfrequenz, Atmung und fünf weitere Parameter während des Schlafens auf. Quelle: Youtube

Im Kanton Schwyz ist das erste Schweizer Kind zur Welt gekommen, das mithilfe der Technologie des Zürcher Startups Ava gezeugt wurde.

Veröffentlicht am 08.05.2018

Ende Februar kam Noemi in Wilen bei Wollerau SZ zur Welt. Sie das zweite Kind von Sabrina Grünenfelder und ihrem Mann. Und doch ist sie ein Erstling. Noemi ist das erste Kind, das mithilfe der Sensortechnologie des Startups Ava gezeugt wurde. Das kleine Mädchen ist das erste «Ava-Baby» der Schweiz, wie das Unternehmen in einem Communiqué vom Mittwoch schreibt. 

Es ist ein Meilenstein in der noch jungen Geschichte der Firma. Ava wurde 2014 von vier Unternehmern gegründet. Aushängeschild ist Lea von Bidder. Die 28-Jährige – sie feierte im März Geburtstag – schaffte es jüngst auf die «Forbes»-Liste der 30 wichtigsten Jung-Entrepreneure. Im Unternehmer-des-Jahres-Ranking der «Handelszeitung» belegte sie Platz zwei. Nur EMS-Chefin Magdalena Martullo Blocher war besser. 

Ausbau in Zürich

Ava hat ein Armband entwickelt, das zahlreiche Daten über den Gesundheitszustand einer Frau erfasst. Es hilft, den Zeitpunkt der fruchtbaren Tage einer Frau genau feststellen zu können. Das Unternehmen ist in San Francisco und Zürich zuhause.  

Die Mehrheit der Angestellten arbeitet in der Limmatstadt. 65 Personen stehen gesamthaft im Sold des Unternehmens. Circa 50 davon würden in Zürich arbeiten, sagt Schweiz-Chefin Vicky Kummer. Es würden wöchentlich mehr, heisst es weiter. Aktuell sind 10 Positionen ausgeschrieben auf der Website. 

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Lea von Bidder, Ava
Lea von Bidder: 28-jährige Jungunternehmerin mit HSG-Abschluss.
Quelle: Martin Klimek

Fitbit für Schwangere»

Das Unternehmen sucht in erster Linie Datenwissenschaftler, um die Firma voranzutreiben. Denn bei der Vermarktung des Armbandes, das in den US-Medien auch schon als «Fertilitäts-Fitbit» bezeichnet wurde, soll es nicht bleiben. Ava selbst versteht sich als «Femtech-Unternehmen». Als Firma im Bereich der reproduktiven Medizinaltechnik. «Ava will sein Produkt weiter für das Schwangerschafts-Monitoring aufrüsten und führt dazu kontinuierlich klinische Studien durch», heisst es. 

Das kostet viel Geld. Bis dato sind mehr als 12 Millionen Dollar an Startkapital zusammengekommen. Präsidiert wird die Firma von Renate Schreiber, Ex-Chefin der Schweizer Brustpumpen-Spezialistin Medela.  

(ise)