Bilanz: Die Schweiz war vor 50 Jahren wichtig für die internationale Expansion von Estée Lauder. Was für eine Bedeutung hat das Land heute für Sie?
Jane Hertzmark Hudis
: Die Schweiz liegt uns sehr am Herzen. Estée wie auch Leonard Lauder waren davon überzeugt, dass, wenn die Marke in der Schweiz erfolgreich ist, sie überall erfolgreich sein kann. Wir haben in der Schweiz eine Führungsposition, seit wir da sind. Und darauf sind wir unglaublich stolz.

Was war neu damals?
Estée war eine Visionärin. Sie wusste, was Frauen wollen, weil sie selber eine war. Sie glaubte an die Kraft persönlicher Beziehungen und sagte oft, dass sie, sobald sie eines ihrer Produkte in die Hände einer Frau legte, diese Frau für immer habe. Also hat sie die Muster erfunden. Und dazu auch das Konzept, der Kundin bei einem Kauf ein Geschenk zu machen. Ihre Idee der Kundenbindung ist nach wie vor Kernstück der Marke.

Sie sind seit 2009 am Drücker. Ihre Herausforderungen?
Die grösste heisst,die Marke zu modernisieren, und zwar auf eine Art, die der Marke gerecht wird. Ein erster Meilenstein auf dem Weg in die Zukunft war, mit Models verschiedener Ethnien zu arbeiten. Dann haben wir auch an den Verpackungen gearbeitet, im Bereich der digitalen Kommunikation sehr viel unternommen und einen neuen Duft. Modern Muse, lanciert, der sehr erfolgreich ist.

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Was braucht eine globale Marke, um erfolgreich zu sein?
Authentizität, Storytelling, Qualitätsprodukte und Respekt für unsere Kunden. Wenn wir eine persönliche Beziehung zu ihnen haben, verstehen, was sie wollen, und mit ihnen auf die Art und Weise kommunizieren, wie sie es wollen - dann werden wir Freunde haben fürs Leben.

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