Sie sind steinreich und verschwiegen, die Brüder Sergio (87) und Geo Mantegazza (86). Ihr Geld ist vor allem in Immobilien und im Touristikbusiness investiert – in der Reichstenliste der BILANZ werden sie auf 2,5 bis 3 Milliarden Franken Vermögen ­geschätzt.

Mit dem Reise­geschäft ist jetzt Schluss. Nach 46 Jahren haben sich die Mantegazzas von der britischen Monarch Group (Monarch Airlines, Cosmos Holidays) verabschiedet. Die Pri­vate-Equity-Firma Greybull Capital hat ­gemäss Mitteilung 90 Prozent des Unternehmens übernommen. Es ist das Ende ­einer langen Geschichte, die vor 46 Jahren begann und nun mit dem Verkauf endet.

Angespannte Situation

Die Verhältnisse im britischen Reisemarkt haben sich in den letzten Jahren ­radikal verändert, Monarch kam von den Low Cost Carriers massiv unter Druck. Die Mantegazzas als Eigner mussten in den letzten fünf Jahren 120 Millionen Pfund in die Gruppe (3200 Mitarbeiter, 956,9 Millionen Pfund Umsatz) einschies­sen.

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Obwohl die Gewinnschwelle letztes Jahr wieder ­erreicht wurde, blieb die Situation angespannt. Nun wollte die Familie den Weg frei machen für eine Neupositionierung von Monarch. Unter anderem wird die Flotte der Airline reduziert und zur Billigflug­gesellschaft umfunktioniert.