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Frauenstreik
Ferien oder Arbeitszeit: So handhaben Firmen den Frauenstreik

Des femmes font le signe du feminisme avec les mains, et brandissent des pancartes, lors d'une action collective organisee durant les Assises nationales pour la greve feministes et des femmes, ce dimanche 10 mars 2019 a la Maison du Peuple, a Bienne. (KEYSTONE/Adrien Perritaz)
Frauenstreik: Schweizweit kämpfen Frauen unter anderem für Lohngleichheit.Quelle: Keystone

Viele Firmen erlauben die Teilnahme am Frauenstreik nur unter bestimmten Bedingungen. Andere ermuntern sogar zum Streik. Ein Überblick.

Corinna Clara Röttker
Von Corinna Clara Röttker und Laura Flepp
am 13.06.2019

Am morgigen Frauenstreiktag legen schweizweit Frauen ihre Arbeit für Lohngleichheit, die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie gegen Sexismus am Arbeitsplatz nieder. Doch wie handhaben Schweizer Firmen diesen Tag? Müssen Mitarbeiterinnen, die am Frauenstreik teilnehmen, diesen einen Arbeitstag als Ferien abbuchen? Oder wird ihnen der Tag geschenkt?

Bei SMI- und anderen grossen Firmen nachgefragt zeigt sich: Die meisten Unternehmen stehen einer Teilnahme ihrer Angestellten zwar nicht ablehnend gegenüber, wer aber am Freitag mitmarschieren will, muss dafür vor- oder nacharbeiten oder gar Ferien nehmen (siehe Bildergalerie unten).

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Zermatt Tourismus ermuntert zur Teilnahme

Doch es gibt Ausnahmen, die ihren Angestellten nicht nur am Freitag den Arbeitstag schenken, sondern sie sogar dazu ermuntern, an diesem Tag zu streiken. Zermatt Tourismus ist so ein Beispiel. Bei der rund 80-prozentigen weiblichen Belegschaft hat die von der Geschäftsleitung initiierten Aktion Anklang gefunden: Bis auf drei der 32 Mitarbeiterinnen nutzen alle Frauen im Unternehmen, die nicht in den Ferien weilen, die Option zu demonstrieren, heisst es.

Für die männlichen Angestellten von Zermatt Tourismus gelte die Teilnahmeregelung allerdings nicht, schliesslich müsse der Betrieb aufrechterhalten werden. Die Aktion werde dennoch positiv aufgenommen: «Unsere männliche Belegschaft findet es gut, mit der Aufrechterhaltung des Tagesgeschäftes einen wichtigen Beitrag zu leisten», sagt Simona Altwegg, Mediensprecherin von Zermatt Tourismus.

Wie Schweizer Firmen den Frauenstreik handhaben, sehen Sie in der Bildergalerie:

Ferientag oder nicht: So regeln Schweizer Unternehmen den Frauenstreik

Das Logo von Alpiq am Hauptsitz in Olten anlaesslich der Bilanzmedienkonferenz 2018 des Schweizer Stromproduzenten Alpiq vom Montag, 26. Maerz 2018 in Olten. (KEYSTONE/Urs Flueeler)
epa07476442 A robot at the fair stand of the company 'ABB' at the Hannover Industry Fair (Hannover Messe) in Hanover, Germany, 31 March 2019. From 01 April to 05 April, 6,500 exhibitors from 75 countries show their products during one of the World's leading fairs for industrial goods. Main focus of the Hannover Messe 2019 is on Artificial Intelligence and the new mobile standard 5G. EPA/JENS SCHLUETER
The reception of the headquarters of the insurance company Swiss Life on General-Guisan-Quai in Zurich, Switzerland, pictured on June 28, 2012. (KEYSTONE/Gaetan Bally) Der Empfang im Hauptsitze der Versicherungsgesellschaft Swisslife am General-Guisan-Quai in Zuerich, aufgenommen am 28. Juni 2012. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
The cashier hands over the receipt to the customer, pictured on March 5, 2013, at the Migros branch in Baden, Switzerland. Migros is Switzerland's the largest retail company. (KEYSTONE/Gaetan Bally)Die Kassierin haendigt dem Kunden die Kaufquittung aus, aufgenommen am 5. Maerz 2013 in der Migros-Filiale in Baden. (KEYSTONE/Gaetan Bally))
A branch of retailer Coop at the shopping center Seewen Markt in Seewen, Canton of Schwyz, Switzerland, on May 15, 2018. (KEYSTONE/Gaetan Bally)Die Filiale des Detailhaendlers Coop im Einkaufszentrum Seewen Markt, aufgenommen am 15. Mai 2018 in Seewen, Kanton Schwyz. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
Des femmes font le signe du feminisme avec les mains, et brandissent des pancartes, lors d'une action collective organisee durant les Assises nationales pour la greve feministes et des femmes, ce dimanche 10 mars 2019 a la Maison du Peuple, a Bienne. (KEYSTONE/Adrien Perritaz)
Employees work on their laptops in the canteen of the headquarters of staffing firm Adecco Group in Zurich, Switzerland, on September 15, 2017. (KEYSTONE/Gaetan Bally)Mitarbeiter arbeiten an Laptops in der Kantine am Hauptsitz des Personaldienstleisters Adecco Group, aufgenommen am 15. September 2017 in Zuerich. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
Das Logo des Warenpruefkonzerns SGS, aufgenommen am 16. April 2010 in der Firmenniederlassung in Zuerich. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
Einblick in das neue House of Swisscom am Marktplatz in Basel am Mittwoch, 30. Mai 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)
An SBB employee is helping a customer at the ticket machine in the entrance area of the SBB ticket hall, pictured in the SBB Travel Center at the railway station Zuerich Oerlikon, Switzerland, on November 27, 2017. (KEYSTONE/Gaetan Bally) Eine SBB-Mitarbeiterin hilft einer Kundin am Billettautomaten im Eingangsbereich der Schalterhalle des SBB Reisezentrums am Bahnhof Zuerich Oerlikon, aufgenommen am 27. November 2017. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
Eine Mitarbeiterin der Fluggesellschaft swiss bedient eine Kundin am Check in in der Halle 1 am Flughafen in Zuerich, aufgenommen am 7. August 2012. (KEYSTONE/Gaetan Bally) [GESTELLTE AUFNAHME]
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Bereits im Vorfeld hat der Frauenstreik-Tag viel Aufsehen erregt. Wie aber handhaben die Schweizer Firmen diesen Tag? Müssen Mitarbeiterinnen frei nehmen? Bei Schweizer Firmen nachgefragt zeigt sich: Frauen, die am Frauenstreik teilnehmen wollen, müssen den Arbeitstag als Ferien abbuchen oder entsprechend vor- bzw- nacharbeiten. Ein Überblick:
Quelle: Keystone