Die Geschäftsidee?
Futurae bietet eine starke Multi-Faktor-Authentisierung und Transaktionssignatur an, die ein sehr hohes Mass an Sicherheit bietet, das Kundenerlebnis verbessert und dabei die Privatsphäre der Nutzer schützt.

Wie ist sie entstanden?
Claudio Marforio und Nikos Karapanos, Sicherheitsforscher der ETH Zürich, waren davon überzeugt, dass höhere Sicherheit nicht zwingend mit tieferer Benutzerfreundlichkeit korrelieren müsse. In ihrer Doktorarbeit widmeten sie sich der Zukunft von nutzerfreundlicher Authentisierung.


Warum der Name?
Der lateinische Name für Zukunft passt zur Vision, der künftige Standard für Authentisierung zu sein.

Womit erzielen Sie die Umsätze?
Der Umsatz wird über ein Software-asa-Service-Lizenzmodell generiert.

Die Vision?
Futurae wird mit ihrer nutzerfreundlichen Authentisierung und Transaktionssignatur zum Standard bei allen digitalen Services, im Web, über Apps oder bei sprachgesteuerten IoT-Services wie Alexa oder Google Home.

Die grosse Stärke?
Die Zero-Touch-Authentisierung, die ohne Benutzerinteraktion funktioniert, ist weltweit einzigartig. Zudem vereint Futurae weitere Technologien in ihrer Suite, die der Kunde je nach Bedürfnis flexibel einsetzen kann.

Die grösste Herausforderung?
Die Lösung ist weltweit und in allen Industrien einsetz- und skalierbar. Da sind die richtige Fokussierung und der Ressourceneinsatz nicht immer ganz einfach.

Der bisher grösste Erfolg?
Neben diversen erfolgreichen Kundenprojekten in der Finanzindustrie ist sicher die «Cool Vendor»-Auszeichnung von Gartner in der Kategorie «Identity and Access Management» im vergangenen Jahr ein Highlight.

Das Überraschendste bisher?
Dass Futurae in einer sehr kurzen Zeit eine beachtliche Markt-Awareness und -Präsenz aufbauen konnte.

Der nächste Schritt?
Bisher liegt der Fokus noch in der Schweiz, nun stehen die Märkte im DACH-Raum und Europa an. Auch gilt es, das Wachstum durch weitere Kooperationen zu beschleunigen.

Website: www.futurae.com // Gegründet: Dezember 2016 // Firmensitz: Zürich // Gründer: Sandra Tobler (39), CEO; Claudio Marforio (32), COO; Nikos Karapanos (35), CTO // Anzahl Mitarbeiter: 10 // Umsatzziel für 2019: hoch sechsstellig // Profitabel ab: 2022.

Zwei Risikokapitalisten über die Chancen von Futurae

Andreas Göldi, Btov Partners: «Etwas vom Überzeugendsten»

«Die Menschen sind momentan beunruhigt bei den Themen Sicherheit und Privacy, das Timing ist also sehr gut für Futurae. Ihr Produkt ist sehr spannend und vielseitig, und die Idee ist einzigartig, mit Handy und gleichzeitig dem PC die Umgebungsgeräusche aufzunehmen und so den Benutzer zu identifizieren. Dass Futurae dafür jedoch noch keinen Patentschutz beantragt hat, halte ich für bedenklich – das sollte man noch mal überdenken, besonders für den US-Markt. Beeindruckt hat mich das Team: Es hat ein sehr breites Verständnis vom Geschäft und ist auch technisch hervorragend aufgestellt. Weiterhin so hoch qualifizierte Angestellte zu finden, wird aber nicht einfach sein und vor allem in der Schweiz nicht billig! Bis jetzt fokussiert sich die Firma einerseits auf grosse Firmenkunden wie Banken und Versicherungen, die sie individuell berät, und andererseits auf Start-ups, an die man kostengünstig online verkauft. Die Skalierungsmöglichkeiten sind gross. Weil Futurae ihr Logo in alle Lösungen integriert, steht eines Tages wohl auch der Privatkundenmarkt offen. Insgesamt bin ich sehr positiv für die Firma. Futurae ist etwas vom Überzeugendsten, was ich die letzten Monate gesehen habe.»

Dominique Mégret, Swisscom Ventures: «Konkurrenz ist sehr gross»

«Ich kenne Futurae schon seit der Entstehung an der ETH. Es ist schön zu sehen, wie sich die Firma seither weiterentwickelt hat. Ihre Lösung ist kontextbasiert, sehr sicher und benötigt keine eigene Hardware und kein aktives Wirken des Users, das ist sehr elegant. Die Kundenliste ist bereits recht eindrücklich, die Lösung wird also Realität im Markt. Jetzt muss die Firma beweisen, dass sie auch skalieren kann, und zwar schnell genug. Denn die Konkurrenz ist sehr gross, Sicherheitslösungen gibt es viele, da muss Futurae erst mal die Platzhirsche verdrängen. Dafür ist der Markt mit 20 Milliarden Franken auch ansprechend gross und bietet Platz für disruptive Lösungen, gerade bei Fintechs. Das Team ist noch jung, aber technologisch stark. Als Herausforderung sehe ich besonders die langen Verkaufszyklen von 12 bis 24 Monaten, gerade bei Banken. Deshalb braucht Futurae zusätzliche Manpower und vor allem erfahrene Business Developer. Mit dem richtigen Team und der Unterstützung der richtigen Investoren hat das Start-up eine gute Chance, einen Teil dieses sehr wichtigen Marktes zu erobern.»

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