Glencore streicht die Dividende und das bekommt auch der Fiskus zu spüren. Denn die vier grössten Glencore-Anteilseigner mit Wohnsitz in der Schweiz – Ivan Glasenberg, Aristotelis Mistakidis, Daniel Maté und Tor Peterson – zahlten letztes Jahr auf ihre Dividendenerträge mehr als 60 Millionen Franken an Steuern. Das Geld fällt bei einem Ausfall der Dividendenerträge weg.

Glencore-Chef Ivan Glasenberg fällt dabei am stärksten ins Gewicht. 2014 kassierte er rund 200 Millionen Franken an Dividenden. Darauf musste er laut Berechnungen von Werner Räber von der Beratungsagentur Dr. Thomas Fischer & Partner 36,12 Millionen Franken Steuern zahlen. 9,35 Millionen davon gehen an Glasenbergs Wohnsitzgemeinde Rüschlikon, rund 13 Millionen an den Kanton Zürich und rund 13,8 Millionen an den Bund.

Unklarheit über Dauer des Schnitts

Wie lange die Dividende ausgesetzt wird, ist unklar. Vorerst sollen die Schlussdividende 2015 und die Zwischendividende 2016 entfallen.

Das Zwischenbetreffnis für 2015 in Höhe von 6 US-Cent soll aber noch ausgezahlt werden. Das hatte der Konzern den Aktionären bei der Präsentation der Halbjahreszahlen versprochen.

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