Der Verwaltungsratspräsident von Vontobel, Herbert Scheidt, soll neuer Präsident der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg) werden. Dies berichtet die «Handelszeitung» und beruft sich dabei auf gut unterrichtete Kreise.

Die dreiköpfige Findungskomission um Credit-Suisse-Präsident Urs Rohner, ZKB-Chef Martin Scholl und der Genfer Bankier Yves Mirabaud soll demnach morgen Donnerstag an einer eiligst einberufenen Telefonkonferenz dem Verwaltungsrat der SBVg den amtierenden Präsidenten der Zürcher Privatbank zur Wahl als neuer Präsident der Bankiervereinigung vorschlagen. Am 15. September segnet dann in Zürich die Generalversammlung der Schweizerischen Bankiervereinigung SBVg ihren neuen Präsidenten Scheidt ab. Scheidt wäre der Nachfolger von Patrick Odier, der den Verband seit 2009 führt.

Zum ersten Mal in der 104-jährigen Verbandsgeschichte wurde eine Findungskommission eingesetzt. Zudem wird mit Scheidt die Tradition gebrochen, dass weder ein Basler noch ein Genfer Privatbankier neuer Präsident wird.

Scheidt seit 2011 Vontobel-Präsident

Scheidt war von 2002 bis 2011 CEO von Vontobel und präsidiert den Verwaltungsrat seit 2011. Zuvor arbeitete er lange Jahre für die Deutsche Bank. Neben seinem Amt als Vontobel-Präsident sitzt der gebürtige Deutsche mit Schweizer Pass in diversen Verwaltungsräten: So beim Nahrungsmittelhersteller Hero, dem Versicherer Helvetia und dem Finanzdienstleister SIX.

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Er ist Jahrgang 1951 und schweizerisch-deutscher Doppelbürger. Der Verwaltungsrat der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg) konnte sich Ende Juni nicht auf einen Kandidaten für das Präsidentenamt einigen. Damals hatte es geheissen, der Entscheid solle in den nächsten Wochen fallen.

(ccr)