Die Credit Suisse bekommt Anfang kommenden Jahres eine neue Chefin für den Bereich Technologie und operativen Betrieb. Joanne Hannaford wurde per 1. Januar 2022 zum Chief Technology & Operations Officer ernannt, wie die Grossbank am Montag mitteilte.

Die Managerin habe eine Reihe von Führungspositionen bei Goldman Sachs in London und New York bekleidet. Zuletzt sei sie entscheidend an der technischen Ausrichtung der US-Bank in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) beteiligt gewesen und habe wichtige Veränderungsprozesse geleitet.

«Ich freue mich sehr, Joanne bei der Credit Suisse willkommen zu heissen, wo sie die IT- und Digitalstrategie der Bank vorantreiben wird», erklärte Verwaltungsratspräsident Antonio Horta-Osorio.

James Walker, derzeit Chief Operating Officer, kehre aus familiären Gründen in die USA zurück, wo er ab 2022 als stellvertretender CEO der Credit Suisse Holdings (USA) Inc. tätig sein werde, erklärte das Geldhaus weiter.

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Horta Osório stellt die Weichen neu

Präsident António Horta Osório  sieht die Credit Suisse in einem grundlegenden Wandel und will bis Jahresende über die strategische Ausrichtung entscheiden. Insidern zufolge lotet das Institut, dass den fünf Milliarden Franken teuren Kollaps des US-Hedgefonds Archegos und die Liquidation von zusammen mit Greensill Capital betriebenen Lieferkettenfinanzierungs-Fonds verdauen muss, etwa einen Verkauf des Asset Managements oder weitere Einschnitte im Investmentbanking aus.

(reuters/mbü)