Die Post muss laut Konzernchef Roberto Cirillo bis Ende Jahr 100 Millionen Franken einsparen. Das soll durch Effizienzsteigerungen etwa bei Transport und Einkauf geschehen - und bei der Personalstruktur.

Ob das bedeutete, dass es zu Entlassungen kommt, blieb vorerst unklar. «Mehr kann ich dazu noch nicht sagen», sagte Cirillo in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit «Blick».

Der Postchef äusserte sich auch nicht zum Umfang der an der Bilanzmedienkonferenz vom Donnerstag angekündigten Porto-Preiserhöhungen. «Wir haben beim Preisüberwacher sowohl für die Briefe als auch für die Päckli Porto-Preiserhöhungen beantragt», so Cirillo. «Wir stehen in Verhandlungen. Diesen greife ich nicht vor. In welchem Umfang es teurer wird, müssen wir sehen.» Die neuen Preise träten frühestens 2024 in Kraft.

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Postchef warnt vor «französischen Verhältnissen»

Ohne diese Massnahmen drohe ein Leistungsabbau, weil die Post ihren Grundversorgungsauftrag nicht mehr wahrnehmen könnte, warnte Cirillo. «Dann drohen französische Verhältnisse! Dort kennt die Post günstige Lieferungen in der Stadt und teure auf dem Land, weil der Aufwand deutlich grösser ist. Das wollen und müssen wir verhindern!»

Die Post hat im vergangenen Jahr einen Konzerngewinn von 295 Millionen Franken erzielt. Das sind 157 Millionen Franken weniger als 2021. Zum Rückgang führten konjunkturelle Folgen des Ukraine-Kriegs, Zinswende und Covid-19-Nachwehen. Der Konzern sieht sich laut Aussagen an der Bilanzmedienkonferenz vom Donnerstag indessen auf Kurs.

(sda/mbü)