Markus Kattner, ehemaliger Finanzchef der Fifa, kann aufatmen. Das Verfahren, das die Bundesanwaltschaft auf Antrag der Fifa-Führung gegen ihn anstrengte, lief ins Leere. Die Bundesanwaltschaft hat dem ehemaligen Fifa-Finanzchef – respektive seinem Anwalt – am 10. April mitgeteilt, dass nicht mehr gegen ihn ermittelt werde.

Klage vor dem Arbeitsgericht

Kattner war ins Visier der Bundesanwaltschaft geraten, nachdem er im Mai 2016 von Fifa-Chef Gianni Infantino fristlos entlassen worden war. Die Fifa warf ihm «Missbrauch der treuhänderischen Verantwortung» vor.

Die Entlastung durch die Bundesanwaltschaft hat Auswirkungen auf Zürich. Vor dem dortigen Arbeitsgericht hatte der fristlos geschasste Kattner wegen unrechtmässiger Kündigung durch die Fifa geklagt.

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Sollte er vom Arbeitsgericht Recht bekommen, dürften hohe Entschädigungsforderungen auf den Welt-Fussballverband zukommen. Wegen der Untersuchung durch die Bundesanwaltschaft war das Verfahren in Zürich bisher verzögert worden.

(bar)