Die Genossenschaft Mobility hat im Geschäftsjahr 2019 den Gewinn mehr als verdoppelt: Er erreichte 1,8 Millionen Franken. Die Folgen der Coronavirus-Pandemie setzen dem Carsharing-Unternehmen nun allerdings zu – es gibt grosse Buchungsrückgänge. An gewissen Standorten seien die Buchungen in Zeiten des «Lockdowns» um rund 50 Prozent zurückgegangen; insgesamt belaufen sich die Rückgänge gemäss Sprecher Patrick Eigenmann auf 35 bis 50 Prozent.

Für 43 Mitarbeitende im Kundenservice habe Mobility deshalb Kurzarbeit angemeldet. «Diese Personen arbeiten derzeit in 20 bis 40 Prozent tieferen Pensen», so Eigenmann. Dabei übernehme das Unternehmen jedoch die Lohndifferenz.

«Anders priorisiert»

Um die Kosten zu senken, seien zudem Projekte «anders priorisiert» und teilweise auf nächstes Jahr verschoben worden. Wie schon Anfang Monat mitgeteilt, hat Mobility zudem temporär rund ein Viertel der Flotte zu Autos in Monatsmiete umfunktioniert. Diese würden von Kunden genutzt, die den öffentlichen Verkehr während der Pandemie meiden. Bevorzugt würden die Autos an Firmen aus dem Gesundheitswesen vermietet.

Insgesamt stehe Mobility aber «auf gesunden Beinen» und habe im vergangenen Jahr in allen Bereichen wachsen können, heisst es in der Mitteilung. Die Genossenschaft erwirtschaftete 2019 einen Umsatz von 78,9 Millionen Franken, was einer leichten Steigerung um 0,8 Prozent entsprach.

Grössere Flotte

Zum deutlichen Gewinnanstieg 2019 hätten nebst der Umsatzsteigerung Sondereffekte aus der Schweizer Steuerreform und Optimierungsmassnahmen beigetragen. Mittlerweile sind 224'000 Schweizer mit Mobility unterwegs, was einer Nutzerzunahme von 13,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Flotte wurde 2019 zudem um 30 Fahrzeuge auf insgesamt 3'120 erweitert.

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(awp – rap)