Legionen von Tech-Experten haben schon versucht, die Umkleideräume in Modehäusern hochzurüsten. Von «Magic Mirrors» war die Rede, die auf Knopfdruck die Farbe des anprobierten Teils ändern sollten. Oder von berührungsempfindlichem Glas, das Bestellungen hätte entgegennehmen müssen.

Auch Jean-Luc Battaglia, Schweiz-Chef von C&A, will den Service in der Garde­robe verbessern, setzt dabei aber auf Low­tech. Anlässlich der Wiedereröffnung des Zürcher Flagship-Ladens stellte Battaglia die Neuheit «Call-Button-Geräte» in den Umkleidekabinen vor. Wenn etwas nicht passt oder eine andere Farbe gewünscht wird, können Kundinnen und Kunden per Knopfdruck Verkaufsberater herbeibestellen.

96 Läden betreibt C&A in der Schweiz. Bei dieser Zahl soll es grosso modo bleiben.

 

Battaglia setzt eher auf hilfreiche Schritte als auf Firlefanz. Anders, als es aktuell Schweizer Warenhäuser vorführen, finden sich auf den sechs Etagen und 2500 Quadratmetern an Verkaufsfläche im Zürcher C&A-Flaggschiff keine Bars und Restaurants. «Wir möchten unser Angebot möglichst effizient zeigen», sagt Battaglia.

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An die Attraktivität der ­Innenstädte glaubt er weiterhin: «Der ­City-Bummel kommt so schnell nicht aus der Mode, auch wenn man im Lockdown gelitten hat.» Das Unternehmen, das 2019 in der Schweiz 441 Millionen Franken umsetzte und in den letzten Jahren Marktanteile gutmachte, kommt aktuell auf einen Online-Anteil von «etwas weniger als 10 Prozent».

(ag)