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Zurich Film Festival
Nadja Schildknecht und Karl Spoerri treten aus VR zurück

Die Direktoren des Zurich Film Festival.
Nadja Schildknecht und Karl Spoerri: Bald nur noch operativ tätig.Quelle: Keystone

Veränderung in der strategischen Führung beim ZFF: Die Delegierten des VR und Gründer des Festivals, Nadja Schildknecht und Karl Spoerri, treten aus.

Von Stefan Barmettler
am 15.09.2018

Die beiden Delegierten des Verwaltungsrates und Gründer des Zurich Film Festival, Nadja Schildknecht und Karl Spoerri, treten aus dem Verwaltungsrat des ZFF aus. Sie bleiben allerdings weiterhin als Co-Direktoren des Festivals für die operative Führung zuständig.

Mit dem Austritt von Schildknecht und Spoerri wird der gesamte ZFF-Verwaltungsrat neu bestellt. Neuer VR-Präsident ist Felix Müller, langjähriger Chefredaktor der «NZZ am Sonntag». Ihm zur Seite steht Seta Thakur, Kommunikationschefin der NZZ-Mediengruppe. Dritter im Bund ist Walter Zollinger, Finanzchef Investmentgesellschaft Tom Talent.

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Bedingung für weitere Subventionen

Schildknecht und Spoerri geben ihre Ämter im Verwaltungsrat ab, um so Hand zu bieten für eine weitere Kooperation mit dem Bundesamt für Kultur und der Stadt Zürich. Die Stadt sowie der Bund haben in der Vergangenheit das Festival mit 350'000 respektive 250'000 Franken unterstützt.

Um weiterhin von diesen staatlichen Geldern partizipieren zu können, musste das Filmfestival diverse organisatorische Vorleistungen erbringen. Dazu gehörte eine personelle Trennung zwischen dem Operativen und dem Strategischen. Mit ihrem Rückzug aufs Operative haben die beiden Gründer Schildknecht und Spoerri die wichtigsten Bedingungen für weitere Fördergelder von Bund und Stadt Zürich erfüllt.

Die beiden Co-Direktoren haben 2005 das Festival gegründet. Heute geniesst das ZFF internationale Strahlkraft, das auch immer mehr Europa- und Weltpremieren anzieht. Letztes Jahr zählte das Festival knapp 100'000 Besucher, 500 akkreditierte Journalisten aus aller Welt und 600 internationale Branchengäste.

Im August 2016 übernahm die NZZ-Mediengruppe mit 52 Prozent die Mehrheit am ZFF, initiiert von den Unternehmern Schildknecht und Spoerri. Heute sind sie noch mit je 16 Prozent am Festival beteiligt, das am 27. September zum 14 Mal eröffnet wird. Weitere 16 Prozent gehören Tom Sterchi, über seine Firma Tom Talent.

Als Folge der Übernahme des ZFF durch die NZZ war Schildknecht bereits im Herbst 2016 als VR-Präsidentin zurück getreten.