Der in einem tiefgreifenden Umbau steckende Basler Pharmakonzern Novartis bekommt eine neue Forschungschefin. Fiona Marshall übernehme Anfang November die Leitung des Novartis Institute for Biomedical Research (NIBR), teilte der Arzneimittelhersteller aus Basel am Donnerstag mit.

Sie folgt auf den bisherigen NIBR-Chef Jay Bradner, der das Unternehmen verlassen wird. Marshall kommt vom US-Konkurrenten Merck, wo sie den Bereich Discovery Sciences, Preclinical Development und Translational Medicine leitet. 

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Abgänge und Wechsel im Novartis-Top-Management

Novartis-Chef Vasant Narasimhan betonte die jahrzehntelange Erfahrung der britischen Molekularpharmakologin bei der Leitung von Arzneimittelforschung und früher Entwicklung. «Damit ist sie die ideale Führungskraft, um uns dabei zu helfen, unsere Innovationspipeline zu stärken und zukünftige hochwirksame Medikamente voranzutreiben.»

Novartis hatte in den vergangenen Jahren Rückschläge mit Medikamenten zu verkraften und stellt derzeit sein Hauptgeschäft mit den patentgeschützten Arzneien neu auf. Die Generika-Sparte Sandoz soll abgespalten und im kommenden Jahr an die Schweizer Börse gebrachte werden.

Im Zuge des Umbaus gab es eine Reihe von Abgängen und Wechsel im Top-Management. So bekam der Konzern im Mai bereits einen neuen Chef für die Medikamentenentwicklung. Der von der US-Spitzenuniversität Harvard zu Novartis gekommene Bradner hatte die Forschung des Unternehmens sei 2016 geleitet.

Fiona Marshall lässt Börsianer kalt

An der Börse schlug der erneute Wechsel im Spitzenmanagement keine grossen Wellen. Mit einem Kursminus von 0,8 Prozent entwickelte sich Novartis im Rahmen der europäischen Gesundheitswerte. 

(reuters/awp/gku)