Es war eine Überraschung, als Sunrise-Chef Olaf Swantee am 2. Januar zurücktrat. Schliesslich hat nicht er, sondern Sunrise-Präsident ­Peter Kurer die verpatzte Übernahme von UPC zu verantworten. Swantee hätte die beiden Firmen ­integrieren und Synergien heben sollen. «Ich übernehme die Verantwortung dafür, dass dieser Plan nun nicht ­umsetzbar ist», sagt der 54-jährige holländisch-schweizerische Doppelbürger.

Das Rücktritts­datum 2. Januar wählte er, um das Jahr 2019 noch als Chef abzu­schliessen und die Strategie 2020 verabschieden zu können.

Bis zur Generalversammlung im April unterstützt Swantee nun noch seinen Nachfolger André Krause und nimmt Kundentermine wahr. Auch an die Con­sumer Electronics Show in Las Vegas reiste er, um sich zum Thema 5G upzudaten.

Weiterhin operativ tätig sein

Danach will Swantee weiterhin operativ tätig sein. «Ich habe den CEO-Job immer geliebt, für eine reine VR-Karriere fühle ich mich zu jung», sagt er. Allzu viele Jobangebote sind bisher aber noch nicht ­eingegangen, seinem Erfolgsausweis bei Sunrise zum Trotz. Sein Mandat im Board des schwedisch-­finnischen Mobilfunkanbieters Telia freilich wird Swantee behalten.

Der Job als Swisscom-CEO, wie in den Medien zu lesen war, würde ihn aber nicht reizen. «Ich fühle mich als Teil der Sunrise-Erfolgsgeschichte», sagt Swantee. «Ich werde auf absehbare Zeit sicher nicht bei einem Wettbewerber anfangen. Das wäre auch nicht ganz fair.»