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Online-Markt Farmy startet Lieferungen per E-Flotte

Farmy
Die neue E-Flotte von Farmy: Umweltfreundliches Essen ausliefern.Quelle: ZVG

Online-Markt Farmy.ch kann dank einer Finanzspritze eine eigene E-Flotte betreiben: Er will nun Kunden in der ganzen Schweiz beliefern.

Veröffentlicht am 13.04.2018

Der Online-Hofladen Farmy wächst in der Schweiz. Neuerdings werden Lebensmittel auch mit E-Mobilen ausgeliefert. Zumindest in den Gebieten Zürich, Zollikon, Lausanne und Genf. Die umweltfreundlichen Fahrzeuge sollen dabei dreimal pro Tag für das Ausliefern von Lebensmitteln eingesetzt werden. Zurzeit sind eine Handvoll dieser E-Fahrzeuge im Einsatz. «Die Flotte soll laufend ausgebaut werden», sagt Roman Hartmann von Farmy.

«Chassis, Kabine und Motor sind von einem bestehenden eAuto. Den Aufbau sowie das ganze Transportkozept mit den Rollwägen haben wir zusammen mit einem Partner entwickelt«, so Hartmann. 

Wie viel CO2 benötigt mein Einkauf?

Farmy bezieht die Lebensmittel direkt ab Hof und setzt auf regionales Gemüse und Bio-Fleisch. Dazu liefert das Startup auch Früchte in Büros, bietet ein Sortiment von Bio-Weinen sowie vegane Produkte. In Sachen Umsatz und Grösse sind die beiden Detailhändler Migros und Coop mit ihren Lebensmittel-Bringdiensten Coop@Home und LeShop dem Startup Farmy natürlich weit voraus. Farmy bietet dafür eine App mit einigen Zusatzfunktionen: Die Lieferung kann ich Echtzeit verfolgt werden, ein CO2-Rechner ist integriert und die Lieferungen sind gratis.  

Mit den Gratislieferungen will Farmy seine Kunden animieren, den wöchentlichen Lebensmitteleinkauf über den Heimlieferservice des Startups zu tätigen. Dafür wolle man noch weitere Hürden, den Lebensmittel-Einkauf online zu erledigen, eliminieren, sagt Hartmann. 

Geld vom Technologiefonds 

Für die Einführung der E-Flotte haben die Gründer von Farmy drei Millionen Franken von dem Technologiefonds erhalten. Der Fonds wird als Bürgschaft vom Bundesamt für Umwelt eingesetzt. Er soll Produkte fördern, die eine nachhaltige Verminderung von CO2 ermöglicht. 

Neben dem Einsatz von E-Mobilen hat Farmy ein zweites Logistik-Zentrum in der Romandie eröffnet. In der Region habe man laut Farmy über 200 neue Produzenten an Bord geholt, die Lebensmittel an das Startup liefern. Das 2014 gegründete Unternehmen beschäftigt in der Schweiz mittlerweile über 70 Mitarbeiter. 

(tdr)

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