Pan Am kehrt für einen Trip zurück! Mehr als 30 Jahre nach der Pleite lebt der Mythos der legendären US-Fluggesellschaft weiter. Das Reiseunternehmen Criterium Travel hat sich die Lizenzen gesichert und lässt Pan American World Airways, wie die Airline mit vollem Namen heisst, für einen exklusiven Trip wieder auferstehen.

Die 12-tägige Reise startet am 27. Juni 2025 mit einem Galaabend im neu renovierten Waldorf Astoria Hotel in New York City. Unterwegs werden die Gäste an weiteren luxuriösen Adressen übernachten, darunter dem Rosewood Bermuda, dem Four Seasons Ritz in Lissabon, im Hotel Savoy in London und dem Dromoland Castle in Irland.

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Ein Highlight ist dabei der Stopp im irischen Foynes, wo einst die Boeing-Flugboote zur Atlantiküberquerung starteten.

60'000 Dollar pro Person

Für echte Flug-Nostalgiker bleibt aber ein Wermutstropfen, wie das Fachportal Flugrevue berichtet: Statt mit einer originalen Pan-Am-Maschine wird eine gecharterte Boeing 757-200 eingesetzt – ein Flugzeug, das die Fluggesellschaft niemals flog.

Für die Teilnehmenden gibt es 50 Businessclass-Liegesitze. Wer dabei sein will, muss aber tief in die Taschen greifen: Einzelreisende zahlen 65'500 Dollar, Paare immerhin noch 59'950 Dollar pro Person.

 

Für die Zukunft planen die neuen Besitzer der Pan-Am-Namensrechte bereits weitere Luxusreisen: 2027 ist zum 100-jährigen Jubiläum der Firmengründung ein Gedenkflug im Privatjet um die Welt geplant, berichtet «Forbes».

Meilensteine der Luftfahrtgeschichte

Dass mit dem Namen der 1991 Konkurs gegangenen Fluggesellschaft auch heute noch Geld verdient werden kann, liegt an der herausragenden Stellung von Pan Am in der Luftfahrtgeschichte: Sie bot als eine der ersten Airlines Interkontinentalflüge an und setzte neue Standards in der zivilen Luftfahrt.

Die Fluggesellschaft war Erstkunde der Boeing 707 und des Jumbo Jet Boeing 747. Das Logo mit der abstrakten Weltkugel gehört zu den kulturellen Ikonen des 20. Jahrhunderts.

Gabriel Knupfer
Gabriel KnupferGabriel Knupfer ist Redaktor Wirtschaft-Desk RMS für Blick und die Handelszeitung, für die er seit zehn Jahren arbeitet.Mehr erfahren