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Polnischer Geheimdienst macht offenbar Razzia bei Huawei

LAS VEGAS, NEVADA - JANUARY 08: An attendee walk by the Huawei booth at CES 2019 at the Las Vegas Convention Center on January 8, 2019 in Las Vegas, Nevada. CES, the world's largest annual consumer technology trade show, runs through January 11 and features about 4,500 exhibitors showing off their latest products and services to more than 180,000 attendees. (Photo by David Becker/Getty Images)
Huawei: Verschiedene Länder haben Vorbehalte gegenüber der chinesischen Firma.Quelle: 2019 Getty Images

Polnische Behörden verdächtigen einen Mitarbeiter von Huawei offenbar der Spionage. Medien berichten über eine Razzia bei der Telekomfirma.

Veröffentlicht am 11.01.2019

In Polen ist ein Mitarbeiter des chinesischen Netzwerkausrüsters Huawei wegen Spionageverdachts festgenommen worden. Der Mann ist Chinese. Ebenfalls in Gewahrsam sei ein polnischer Cybersicherheitsexperte, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur PAP am Freitag.

Beide würden für drei Monate festgesetzt. Laut dem Fernsehsender TVP wurden auch die örtlichen Büros von Huawei durchsucht. Unterdessen gab die Telekomfirma Orange Polska bekannt, der polnische Inlandsgeheimdienst habe am Dienstag Büros durchkämmt. Es seien Materialien von einem Mitarbeiter sichergestellt worden.

Mehrere Länder verweigern Huawei Zugang zum 5G-Netz

Westliche Geheimdienste unter Federführung der USA werfen Huawei vor, Verbindungen zur Regierung in Peking zu pflegen und vermuten, Ausrüstung oder Handys könnten für Spione eine Hintertür enthalten, um an Staats- oder Firmengeheimnisse zu gelangen. Die Firma weist die Vorwürfe als haltlos zurück.

Australien und Neuseeland haben Huawei inzwischen vom 5G-Ausbau ausgeschlossen. Auch andere westliche Staaten überprüfen, ob sie Huawei-Ausrüstung in ihren Telekomnetzen weiterhin erlauben sollten. In der Schweiz ist Huawei hingegen aktiv. 

(sda/mbü/tdr)

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