Am 23. Juni hat das fünfköpfige Team der Basler Kantensprung AG den erstmals verliehenen Prix Evenir der Erdöl-Vereinigung erhalten. Der Branchenverband der Schweizer Erdölwirtschaft belohnt mit 50 000 Franken nach-haltiges Schaffen, das
die Elemente Ökologie, Ökonomie und Soziales in Einklang bringt.

«Neues Leben auf dem Gundeldingerfeld»: So heisst das Credo der Basler Kantensprung, die für neunzig Jahre das Baurecht auf dem 12 700 Quadratmeter grossen Areal hinter den Bahngeleisen in Basel hat. Dort wo früher die Maschinenfabrik Sulzer-Burckhardt Basel zu Hause war, will Kantensprung «ein lebendiges Zentrum des Quartiers» bauen.

Kantensprung wird die bestehenden Gebäude in drei Phasen bis 2005 umgebaut, teilweise abgerissen und umgenutzt haben. Die erste Etappe ist schon geschafft, vier der neuen Hallen bezogen. Dort finden heute öffentliche und halböffentliche Organisationen Platz, darunter das Familienzentrum, eine Musikschule, der Hauptsitz von Pro Natura, eine Bibliothek, die Kinderzirkusschule, das Gasthaus «basel back pack», ein Projekt für Behinderte, eine Physiotherapiepraxis, zwei Architekturbüros, Werkstätten, Künstler- ateliers, sowie das Restaurant «eo ipso».

Kantensprung besteht aus Barbara Buser (Architektin/Entwicklungshelferin), Irene Wigger (Innenarchitektin/Künstlerin), Eric Honegger (Architekt/Entwicklungshelfer), Matthias Scheurer (Veterinär/Journalist) und Pascal Biedermann (Kaufmann/Musikstudent). Die Gruppe bewegt sich im Spannungsfeld von marktkonformen Bedingungen (Privatfinanzierung) und ökologisch höchsten Ansprüchen.