Die Raiffeisen-Gruppe hat im ersten Halbjahr 2021 unter dem Strich deutlich mehr verdient. Der Marktanteil im Hypothekargeschäft ging derweil leicht zurück.

Wie die drittgrösste Bankengruppe der Schweiz am Mittwoch mitteilte, stieg der Reingewinn um 46 Prozent auf 505 Millionen Franken. Auch im Vergleich zum Vorcorona-Jahr 2019 sind das deutlich mehr.

Marktanteil bei Hypotheken sinkt

Beim Geschäftserfolg, also dem operativen Ergebnis, gab es ein Plus von knapp 20 Prozent auf 614 Millionen Franken. Die Gruppe habe sich in sämtlichen Ertragspositionen steigern können, heisst es im Halbjahresbericht.

72 Prozent Belehnung: Das zeigen die neuen Hypo-Statistiken der Nationalbank

Die Hälfte der neuen Hypotheken hat eine Belehnung von mehr als 72 Prozent. Bei Renditeliegenschaften werden die Banken vorsichtiger.

Der Bruttoerfolg aus dem Zinsgeschäft und damit dem wichtigsten Ertragspfeiler stieg um 2,3 Prozent auf 1,19 Milliarden Franken. Raiffeisen vergab auch wieder mehr Hypotheken: Das Total der Hypothekarforderungen lag per Mitte Jahr mit 192,9 Milliarden um 1,4 Prozent über dem Stand von Ende 2020. Der Marktanteil in diesem Geschäft sank damit aber ganz leicht auf 17,5 Prozent (Ende 2020: 17,6%).

Höher waren Mitte Jahr auch die verwalteten Kundenvermögen. Sie stiegen im Vergleich zu Ende Jahr um 5,6 Prozent auf 236,3 Milliarden Franken.

(awp/mbü)